system

1.2 Was heißt systemisch?

. Standpunkt von Gruppe: Systemische Wirtschaftstheorie
Themenkreis:
Überarbeitet von Schnittmenge am 18. Januar 2012 - 10:02
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Das systemische Denkmodell nutzt das Mehrbrillenprinzip und verlässt damit das mechanistische Maschinenbaumodell.

 
Mechanistisches Weltbild
Systemisches Weltbild
Objektivität, eine Wahrheit, unveränderliche Gesetze
Wirklichkeitskonstruktionen, viele „Wahrheiten“, Thesen
Richtig/falsch, schuldig/unschuldig
Kontextabhängig, nützlich, anschlussfähig, sinnvoll
(Fremd-)Steuerung
Selbststeuerung, Selbstorganisation
Lineare Kausalketten
Vielfältige Wechselwirkungen, Feedbackschleifen, komplex
Linearer Fortschritt
Entwicklung, ändern oder bewahren
Formale Logik, Widerspruchsfreiheit, Ausschluss
Integration von Widersprüchen, Einbeziehung
Harte Fakten, rationale Beziehungen
Integration von harten und weichen Faktoren (Emotionen, Kommunikationsprozesse)
Rollen: Macher, Führende/Geführte, Manipulation
Rollen: Impulsgeber, Gärtner, Befähiger, Entwicklungshelfer, Coach
Methoden: Instruktion, Anordnung, Befehl, Lernen durch Versuch und Irrtum
Methoden: Zuhören, Fragen, Dialog, Diskussion, Reflexion, Lernen des Lernens
Quelle: Roswita Königswieser, Martin Hillebrand (2011): Einführung in die systemsiche Organisationsberatung (Carl-Auer)
 
Bezogen auf die Wirtschaft heißt dies, dass Wirtschaft als ein Kommunikationssystem begriffen wird. Die Teilnehmer an dieser Kommunikation werden als Beobachter bezeichnet, die jeweils sehr unterschiedliche beschreiben, erklären und bewerten können, was sie beobachten oder auch nicht beobachten. Dabei hat kein Beobachter eine privilegierte Perspektive, von der aus er beanspruchen könnte, einen Zugang zur „objektiven Wahrheit“ zu haben.
 
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