Die Suche, was im Interesse von 99,99% ist

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Verfasst von Schnittmenge am 18. Januar 2012 - 19:01.

ANMERKUNG:

Die Ideen des folgenden Textes wird auf http://wiki9999.org umgesetzt.

 

ZIEL:

Die Entwicklung eines offenen, transparenten und herrschaftsfreien Beteiligungssystems, das die Suche unterstützt, was im Interesse von 99,99% ist.

 

WARUM?

Facebook und Twitter stellen Beteiligungs-Plattformen da, die Willensbildung im Internet wahrscheinlicher gemacht haben. Doch es gibt unter anderem Probleme mit Zensur, Datenschutz und Shitstorms.

  • TWITTER setzt ein paar einfache Regeln - 140 Zeichen, Hashtags, Followerprinzip, Retweets. Wer die Regeln anwendet, erhöht seine Reichweite und kann so zum Auslöser einer Kettenreaktion an Willensäußerungen werden. Doch Twitter kann nach den Kriterien einer Regierung zensiert werden. => Es bedarf ein machtfreies Beteiligungssystem, welches nicht zensiert werden kann.
  • FACEBOOK macht es einfach mit Freunden sich zu vernetzen und „private“ Informationen zu teilen. Private und öffentliche Information wird vom Geheimdienst bis tüchtigen Geschäftsleuten analysiert. Von angepasster Werbung bis zum Besuch von der Polizei ist alles drin. => Ein Beteiligungssystem sollte nur auf öffentlichen Daten Zugriff haben. Das Sammeln von privaten Daten sollte technisch unmöglich gemacht werden.
  • SHITSTORMS bestehen aus zumeist aggressiven, beleidigenden, bedrohenden oder anders attackierenden Beiträgen gegen Personen, Gruppen, Unternehmen oder Parteien. In der Beitragslawine gehen kooperative Ansätze unter. => Jeder soll seine Meinung sagen dürfen, doch sollten kooperative Lösungsansätze eine größere Aufmerksamkeit bekommen. Wünschenswert wäre ein System, dass die Suche nach dem, was im Interesse von allen ist, unterstützt.

 

WIE?

1. DURCH DEZENTRALISIERUNG MACHTMISSBRAUCH REDUZIEREN

Ein Diktator legt die Regeln für sein Volk fest und lässt Regelverstöße sanktionieren. Die Unterteilung in gesetzgebende, rechtssprechende und vollziehende Gewalt reduziert nicht nur den Machtmissbrauch, sondern erhöht auch die Lernfähigkeit des politischen Systems. So wurde zum Beispiel vom Bundesverfassungsgericht die 5-Prozent-Klausel, des Europawahlgesetzes für nichtig erklärt. Dieses Feedback sorgt für einen Lernprozesses auf der Suche nach einer „besseren“ Lösung.

Bild

 

Zum einen erhöht die Unterteilung einer Machteinheit in viele unabhängige Machteinheiten die Lernfähigkeit des Systems. Zum anderen entschärft Dezentralisierung strukturelle Gewalt und Machtmissbrauch.

 

2. BESSERER DATENSCHUTZ DURCH DEZENTRALISIERUNG

 

3. EINFÜHRUNG VON METADATEN

Jeder ist frei eine Machteinheit zu bilden, er ist frei seine Tools und Mitstreiter zu wählen. Damit er die Reichweite seiner Ergebnisse erhöht, kann er seine Informationen mit standardisierten Metadaten belegen.

Die Standardisierung der Metadaten bricht Machtstrukturen auf und ermöglicht und vereinfacht Bottom-up Prozesse, wie Toolevolution, Gruppenbildungen und Informationsverarbeitung. Denn die strukturelle Gewalt, die von nur EINEM gemeinsamen Tool, EINER gemeinsamen Datenbank oder nur EINER gemeinsamen Struktur ausgehen wird entschärft. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die dezentral entstandenen Daten nach den jeweiligen Kriterien einer Machteinheit gesammelt und aufbereitet werden können.

 

4. MEHR TRANSPARENZ DURCH WETTBEWERB

Vorausgesetzt, es liegen die Daten und Prozesse offen, so besteht das Hauptproblem darin, relevante Information zu finden bzw. eine Datenflut zu verarbeiten. Transparenz zu einem Thema bedarf einer gezielten Sammlung, Filterung und Aufarbeitung von Informationen. Gezielt kann sich auf ein Fachbereich, Arbeitskreis, Thema, Diskurs etc. beziehen.

Eine Filterung und Aufbereitung von Information findet immer nach persönlichen Kriterien statt. Aus diesem Grund bedarf es einen Wettbewerb an aufbereiteter Information, unterteilt in die verschiedenen Kategorien.

Dieser Wettbewerb darf meiner Meinung nach nicht durch die Ausweisung oder Wahl EINES Beauftragten oder Koordinators einer Kategorie unterbunden werden. Viel mehr sollte jeder die Möglichkeit haben sich durch die Qualität der aufbereiteten Information profilieren zu können. Denn im Kontrast verschiedener Standpunkte entsteht eine bessere Transparenz, als die aufbereitete Information EINES Verantwortlichen, wie auch immer dieser Verantwortliche bestimmt wurde.

 

5. Gemeinsamer LERNPROZESS zur Entschärfung von sozialen Dilemmas

(Bild "soziales Dilemma enschärfen" in Bearbeitung)

  • Wie eine Person sich seine Meinung bildet ist Privatsache.
  • Wie eine Gruppe (Machteinheit) ihren Standpunkt ermittelt liegt in der Verantwortung der Gruppe selbst. Jedoch kann die Verfolgung der bestmöglichen Lösung aus der Perspektive der jeweiligen Machteinheiten zu einem sozialem Dilemma führen. Das heißt, aus der Perspektive einer Machteinheit können KEINE kooperativen Lösungen gefunden werden, die die Interessen aller Betroffenen optimieren.
  • Zur Entschärfung des sozialen Dilemmas bedarf es einen gemeinsamen Lernprozess, bei dem die Perspektive anderer mitberücksichtig wird. Es bedarf das gegenseitige Verstehen von Meinungen und Standpunkten. Dieses gegenseitige Verstehen kann durch die Formulierung eines Konsensvorschlages demonstriert werden. Ein Konsensvorschlag erlaubt es anderen zu beurteilen, ob sie sich in einem Konsensvorschlag mit berücksichtigt empfinden. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann man durch gegenseitiges Feedback für einen gemeinsamen Lernprozess sorgen. Es werden kooperative Lösungen gefunden, die aus der Perspektive einer Machteinheit seltener erscheinen. Durch nach korrigieren können sich unterschiedliche Konsensvorschläge annähern. Im Idealfall gleichen sich alle Konsensvorschläge an. Es handelt sich dabei um die Suche, nach dem was im Interesse von 99,99% ist.

 

 

UMSETZUNG

1. Schritt: Prototypentwicklung

Zur Demonstration dieses Konzeptes wird ein Prototyp entwickelt. Da Drupal 7 Inhalte automatisch mit Metadaten (RDFa) belegt, bedarf es nur der Entwicklung eines Moduls, dass jede Drupal 7 Website, um die Funktionalität des Sammelns, Filterns, Aufbereitens und den Prozess der gemeinsamen Interessensbildung erweitert. Mehr Detalis =>

Dafür suchen wir einen RDFa Experten und ein paar freiwillige Drupalmodulentwickler oder einen Sponsoren zur Finanzierung der Entwicklung dieses Prototyps. Bitte in beiden Fällen bei mir melden. => http://de.consenser.org/contact

 

2. Schritt: Testing

Jeder der eine Drupal 7 Website hat oder sich installiert, kann durch die Installation des Moduls an der anschließenden Testphase beteiligen.

 

3. Schritt: Dezentralisierung

Basierend auf den Erfahrungen der Testphase, wird die Belegung der Metadaten, so erweitert, dass auch Blogger ohne RDFa ihre Meinungen einbringen können. Des Weiteren soll eine Verfolgung und Beteiligung auch über Newsgroups möglich sein. Jedem ist freigestellt alternative Lösungen für die Belegung, Sammlung, Filterung und Aufbereitung der Daten zu entwickeln und anzubieten.

Durch die Ermöglichung der beiden Evolutionsprozessen, Tool-Evolution und Mashup-Evolution wird sicherstellen, dass wir in Zukunft die erfolgreichen Lösungen verwenden werden, ohne heute zu wissen, was die erfolgreichen Lösungen in Zukunft sein werden. Das ist eine Art, wie man NICHTWISSEN managen kann.

 

ABSTRACT

An der politischen Willensbildung sollte jeder Bürger sich beteiligen können. Dies Bedarf ein offenes, transparentes und machtfreies Beteiligungssystems, das die Erarbeitung von KOOPERATIVEN LÖSUNGEN fördert. Durch eine standardisierte Belegung von öffentlichen Daten mit Metadaten soll ein doppelter Evolutionsprozess ermöglicht werden. Da die metadatenbelegten Daten plattformneutral sind, wird die Vielfalt an verschiedenen Beteiligungs-Plattformen gefördert - OFFENHEIT. Des Weiteren wird so ein Wettbewerb ermöglicht, wer die metadatenbelegten Daten am besten sammelt, filtert und aufbereitet - MACHTNEUTRAL. Denn nur im Kontrast verschiedener Informationsaufbereiter kann TRANZPARENZ entstehen, die notwendig ist auf der Suche nach dem, was im Interesse von 99,99% ist.
 



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