3. Eigentum und Geld

. Standpunkt von Gruppe: Systemische Wirtschaftstheorie
Themenkreis:
Überarbeitet von Perturbation am 18. Januar 2012 - 13:01

Das rechtliche Konstrukt Eigentum erweitert die Optionen der Herrschaft über Sachen gegenüber dem reinen Besitz. Durch Eigentum wird die friedliche Bewirtschaftung von Ressourcen ermöglicht. Die Rechtmäßigkeit der Herrschaft und die Verfügungsgewalt über eine Sache hängen nicht mehr allein von der Inbesitznahme ab. Durch Eigentum kann Besitz künstlich limitiert werden, was zur Evolution wahrgenommener und kommunizierter Knappheit führt.

Die Funktion der Wirtschaft ist es, mit weitgehend durch Eigentum hervorgerufener Knappheit so umzugehen, dass sie beseitigt oder in gewünschte Bahnen gelenkt werden kann. Das dabei als opportun angesehene Vorgehen ist der Tausch. Der Tausch ist eine Form des Geben und Nehmens, bei dem das Schuldverhältnis der Tauschpartner spezifiziert und zeitgleich die Begleichung der entstehenden Schulden festgelegt wird. Das im wirtschaftlichen Kontext wachsende Angebot an Gütern und Leistungen hat dazu geführt, dass es immer unwahrscheinlicher geworden ist, dass die Tauschpartner mit ihren Angeboten den gegenseitigen Bedürfnissen vollständig entsprechen können. Um der daraus resultierenden hohen Ablehnungswahrscheinlichkeit entgegenzuwirken, hat sich ein symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium entwickelt, das Geld. "Geld bezeichnet die Einheit einer Gläubiger-Schuldner-Beziehung, und es stellt sie her" (Simon 2009, S. 51).


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