[Philosophisches Café] powered by Spreed: herrschaftsfreier Diskurs

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Überarbeitet von Schnittmenge am 15. Dezember 2011 - 20:38

Diesmal gibt es einen Mashup aus Politik, Philosophie und Technik:

 

POLITIK

(Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-81933576.html )
„Schluss jetzt!“ schimpft Jürgen Habermas über die unfähigen Politiker und vor der dunklen Macht der Märkte. Die Macht ist aus den Händen der Völker verschwunden, sie ist abgewandert in nicht wirklich legitimierte Gremien wie den Europäischen Rat.

Habermas glaubt wirklich an die Vernunft im Volk. Er glaubt wirklich an die alte, geordnete Demokratie. Er glaubt wirklich an eine Öffentlichkeit, die dazu da ist, die Dinge besser zu machen. Die EU "sollte" demokratisiert werden! Die Frage ist wie?

 

PHILOSOPHIE

( http://de.consenser.org/node/2004 )
Fangen wir mit einem einfachen Beispiel an:
Fritz wettet mit Otto um fünf Euro, dass es morgen regen wird. Otto nimmt diese Wette an. Fritz und Otto sind sich im Inhalt NICHT einig - ob es morgen regnet - , jedoch besteht ein Konsens über die formalen Bedingungen, wann wer wem fünf Euro zahlen muss.

Formale Bedingungen finden wir überall, wir können sie mit Freunden vereinbaren, Satzung von Vereinen und Parteien mittragen oder wir unterliegen einfach den Gesetzen eines Staates. Werden diese formalen Bedingungen von allen Betroffenen akzeptiert, sollten auch die Ergebnisse, die sich durch die Anwendung der Bedingungen ergeben mitgetragen werden. (Es regnete, so musste Otto Fritz fünf Euro zahlen.)

Werden die formalen Bedingungen nicht von allen Betroffenen getragen, bedarf es einen Diskurs. Als wahr, richtig und gerecht soll nach Jürgen Habermas das gelten, was bei einem herrschaftsfreien Diskurs unter idealen Sprechsituation als Konsens vereinbart wurde.

Im [Philosophische Café] werden wir diese ideale Sprechsituation skizzieren, deren Probleme in der Praxis aufzeigen und versuchen diese durch die Anwendung von dezentralen RDFa die Probleme zu entschärfen.

 

TECHNIK

( http://de.consenser.org/node/2504 )
RDFa heißt Resource Description Framework – in – attributes und ermöglicht eine dezentrale Zusammenführung von sinnverwandten Inhalten. Durch den gezielten Einsatz von RDFa könnten praktische Probleme der idealen Sprechsituation entschärft werden:

  • Offenheit: Per RDFa können viele verschiedene Möglichkeit zur Teilnahme an Diskursen geschaffen werden und das unabhängig von der Sprache!
  • Transparenz: Da die Verarbeitungskapazität eines Menschen begrenzt ist, bedarf es kontextabhängige Verdichtung der Vormeinungen. Diese kann mit RDFa unterstützt werden.
  • Wahrhaftigkeit: Täuschungen können nur über die Zeit aufgedeckt werden, womit der Diskurs eine gewisse Fehlertoleranz verkraften muss, ohne den Konsens an sich zu verändern. Dazu gibt es Ansätze ...
  • Herrschaftsfrei: Durch die Sicherstellung, dass der Diskurs auf mehreren unterschiedlichen Plattformen stattfindet, wird Machtmissbrauch entschärft.

 

Bitte nicht erschrecken lassen, wir werden in einfacher Sprache in die drei Themenbereiche einführen, so dass jeder mitmischen kann.
 

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Präsentationsunterlagen: Was machen gegen das europäische Legitimationsdefizit?2.03 MB


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Die Ergebnisse und Follow up

Verfasst von Schnittmenge am 22. Dezember 2011 - 10:54.


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