Begriffsdefinition " Transparenz in der innerparteilichen Meinungsbildung"

Verfasst von netsrac am 31. Oktober 2011 - 12:40.

Mir ist nicht klar, was mit "Transparenz in der innerparteilichen Meinungsbildung" gemeint ist. Was soll sichtbar werden und wird jetzt wodurch verdeckt? 

Meinungsbildung ist ja ein Prozess, der im Kopf stattfindet und durch vielfältige Einflüsse (Diskussionen, Presse, Literatir, pers. Erlebnisse, ect.) beinflusst wird - oft sogar unbewußt.

Please elaborate.

 

Thx

netsrac



Bild von Schnittmenge

Beschränkte Kapazität, Macht und verschiedene Perspektiven

Verfasst von Schnittmenge am 7. November 2011 - 18:14.

Nach Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Transparenz_%28Politik%29
TRANSPANZ ist in der Politik ein Zustand mit freier Information, Partizipation und Rechenschaft im Sinne einer offenen Kommunikation zwischen den Akteuren des politischen Systems und den Bürgern. Damit eng verbunden ist die Forderung nach Verwaltungstransparenz und Öffentlichkeitsprinzip. Als Metapher dient die optische Transparenz: Ein transparentes Objekt kann durchschaut werden.

ZIELE der Transparenz:

  • Freie Willensbildung: Jeder kann sich auf Consenser.org einbringen.
  • Feedback-Funktion: Consenser.org ist für interne und internetweite Feedback-Schleifen ausgelegt.
  • Disziplinierungseffekte: Eine Formulierung eines Diskurs-Consens bedarf der Berücksichtigung andere Meinungen und Standpunkte.
  • Schutz vor Machtmissbrauch: Durch Gewaltenteilung kontrolliert sich ein Diskurs selbst.
  • Stärkung des Vertrauens: Jeder Zeit verdichtet der Diskurs-Consenser selbstständig auf eine aktuelle Zusammenfassung. Gegenseitige Kontrolle verstärkt das Vertrauen.

 

TRANSPARENZ wird verhindert durch:

  • Beschränkte Verarbeitungskapazität gegenüber zu großer Menge an Information. => Deswegen bedarf es einer Verdichtung eines Diskurses in Diskurs-Ziel, bis jetzt gefundener Consens und die Standpunkte, die sich aus den vielen verschiedenen Meinungen herauskristallisiert haben.
  • Zu oft „leuchten“ die Meinungen stärker, die durch eine größere Macht unterstützt wird. (Medienzugang, aktive Unterstützer, Beeinflussung durch Geld, ...). => Consenser.org schafft für alle Teilnehmer die gleichen Ausgangsbedingungen.
  • Obwohl gleiche Information vorliegt wird je nach Perspektive diese unterschiedlich interpretiert. => Das Ziel einen gemeinsamen Konsens zu Formulierung bedarf, das Verstehen der Bewertungsperspektiven der anderen. Gemeinsames Lernen stellt sich besser ein, wenn viele Feedback-Schleifen durchlaufen werden, bei der Verfolgung eines gemeinsamen Zieles.

Transparenz der Innerparteiliche Meinungsbildung

Verfasst von Merkbefreiter am 31. Oktober 2011 - 12:54.

Mailinglisten und Foren sind nicht ausreichend, um den Meinungsbildungsprozess nachvollziehbar zu gestalten.
Gerade Nicht-Experten oder Neueinsteiger haben eine extrem hohe Hürde zu nehmen, um den Diskussionen folgen zu können. Auch gibt es viele verschiedene Angebote - was per se gut ist - die aber nicht zu einer gemeinsamen Ideen-, Informations-, Wissens- und Meinungssammlung zusammengeführt werden. In den vielen einzelnen Threads kann man sich endlos verlieren, die ausgetauschten Argumente versuchen nachzuvollziehen und die Metadiskussionen versuchen zu ignorieren. Aber es wird einem immer schwer fallen den Konsens aus diesen Diskursen zu extrahieren.

Hierbei unterstützt der Consenser elementar.

Aber die Ideen/Vorstellungen eines toolgestützten Meinungsbildungsprozesses gehen hier ggf. noch weit über das hinaus, was der Consenser bereits bietet. So könnte am Ende ein zentrales Kommunikations-, Ideen-, Informations-, Wissens- und Meinungsportal entstehen, welches schlußendlich auch den Bürger vollständig in den Meinungsbildungsprozess mit integrieren könnte. Das wäre wahre Basisdemokratie (zumindest für alle mit Internetanschluß ;o).