Wie kommt man aus dem Elend der Rechthaberei heraus?

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Verfasst von Schnittmenge am 11. Juli 2011 - 10:20.

Habe gerade zum Frühstück den Podcast "Das Elend der Rechthaberei" angehört und möchte diesen mit Euch teilen: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/das-elend-der-rechthabe...

Wichtig finde ich herauszuheben, dass es keine absolute Wahrheit gibt, sondern nur höchst subjektive Bewertungsmassstäbe. Jeder schließt aufgrund von seinen Erfahrungen darauf das was "richtig" ist. Wer in seinem Leben nur weiße Schwäne gesehen hat, kann verallgemeinern, dass es nur weiße Schwäne gibt. (Induktion – Von der Erfahrung auf das Allgemeine schließen => http://de.consenser.org/node/2059 )

Erweitern möchte ich den Podcast mit dem Gedanken, dass es innerhalb von einer Theorie wahre Aussagen gibt. Das Problem ist, dass sich die Theorien untereinander zu oft widersprechen. Die Vertreter der jeweiligen Theorie fühlen sich im Recht, da in ihrem Kontext klare wahre Aussagen gibt, die jedoch in einer anderen Theorie falsch sein können.

 

JETZT KOMMT DER LÖSUNGSANSATZ:

Wenn sich alle Diskursteilnehmer auf das gleiche geschlossene Wahrheitssystem einigen, so wenden alle Diskursteilnehmer das selbe Kriterium für wahr an. Meiner Meinung kommen zwei Arten von geschlossenen Wahrheitssystem in Betracht: http://de.consenser.org/node/2072

Die Kohärenztheorie => http://de.consenser.org/node/2055
Funktioniert gut auf der Ebene Person, kleine Gruppen und innerhalb einer Fachdisziplinen. Die Kohärenz ist um so schwerer zu erreichen je größer die Gruppe und verschiedener die Vorbildung bzw. Kulturen der Teilnehmer sind.

Die pragmatische Wahrheitstheorie => http://de.consenser.org/node/2056
Dies können wir auf der Ebene von Personen, kollektive Intelligenzen und auf die Gesellschaft anwenden. Es ermöglicht das Wissen der verschiedenen – auch sich widersprechenden – Theorien und Erfahrungen nutzbar zu machen, denn es gibt ein überprüfbares Kriterium für Wahrheit, auf dass sich alle Teilnehmer am Anfang geeinigt haben: Satz "x" ist wahr für eine Gruppe von Personen genau dann, wenn die Anerkennung von "x" nützlich ist für die Realisierung von Zielen der Gruppe.



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