Parteiinterne Meinungsbildung

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Verfasst von Schnittmenge am 14. Juni 2011 - 15:30.

 

In Bezug zu dem Blogbeitrag von Marina http://www.marinaslied.de/?p=598 möchte ich kurz erläutern, warum meiner Meinung nach Consenser.org den Schritt 2 „Wiki“ sehr gut abdecken kann.

 

1. Schritt: Überall

Eine Grundidee von Consenser.org ist internetweite Feedbackschleifen aufzubauen, damit überall die Debatte stattfinden kann. Jeder kann an einem Diskurs-Projekt auf Consenser.org teilnehmen, muss aber nicht, wenn sich bereits innerhalb eines Diskurs-Projektes entsprechend vertreten sieht. Es können beliebige Kombinationen von RSS-FEEDs generiert werden, so dass eine Verfolgung einer Person, Gruppe oder Diskurses außerhalb von Consenser.org stattfinden kann, bzw. beliebig aufbereitet werden kann. Damit kann der Verlauf einer Debatte überall und dezentral verfolgt werden. Doch allgemein werden die Ergebnisse eines Diskurses im Diskurs-Consenser um so besser je mehr daran teilnehmen.
 

2. Schritt: Wiki

Der Diskurs-Consenser ist mehr als eine Wiki, denn er verdichtet in Selbstorganisation den aktuellen Debattenstand auf
  • das hellblaue Diskurs-Ziel,
  • den aktuellen Consens in der Farbe Margenta,
  • die verschiedenen blauen Standpunkte (A, B, C, ...), die jeweils aus einer der verschiedenen Gruppen-Wikis kommen und
  • einen roten Meinungsbeitrag pro Teilnehmer.

Siehe Übersicht: http://de.consenser.org/node/2339

 
=> Das heißt der Diskurs-Consenser zeigt immer die aktuelle Zusammenfassung eines Diskurses an. Jeder kann zu jeder Zeit sich in einem Diskurs einbringen. Wenn jemand mit der Verdichtung des Diskurs-Consenser nicht zufrieden ist, so hat er verschiedene Wege Einfluss zu nehmen:
  • Er kann eine Meinung pro Diskurs-Projekt äußern.
  • Er kann per Kommentar Meinungen anderer Personen unterstützen und sich mit diesen Personen zusammenschließen und eine Gruppe starten und so die gemeinsame Position in Form eines Standpunktes in den Diskurs einbringen.
  • Er kann versuchen Mitglied in einer Gruppe zu werden und den entsprechenden Standpunkt überarbeiten.
  • Er kann öffentlich, wie im privaten zwischen Gruppen vermitteln.
  • Er kann versuchen den Consens des Diskurse, so zu formulieren, dass er von allen angenommen werden könnte.
 
Das Ziel ist die Suche eines gemeinsamen Consenses, diese Suche bezeichne ich als gemeinsamen Lernweg. Denn ein Consens kann nur dann erreicht werden, wenn man den anderen wirklich verstanden hat. So entstehen neue und bessere Ideen als ein Machtkampf um Wählerstimmen.
 
 

Nun beleuchte ich die verschiedenen Kritikpunkte aus der Sicht von Consenser.org:

Das System funktioniert nur, wenn alle mitmachen.
Für Consenser.org kann ich sagen, dass es eine große Fehlertoleranz hat und es braucht nur einen geringen Prozentsatz die mitmachen müssen, damit es zu sinnvollen Ergebnissen kommt.
 
Das Wiki ist nicht die optimale Plattform dafür. Es gibt bessere.
Das Grundproblem bei der Wiki ist „wer das letzte Wort hat“. Auf Consenser.org hat jede Gruppe eine eigene Wiki. So können sich verschiedene Standpunkte herauskristallisieren, die in einem Diskurs erscheinen und gleichzeitig in den verschiedenen Gruppen-Wikis eingebunden sind. So ist ein Standpunkt in die Hintergrundinformation der Gruppe eingebettet, ohne dass da jemand anders dazwischen fummelt als die Gruppe selbst.
 
Welche Rolle spielen die AGs?
Die AGs können so weiter machen wie immer, nur wenn der Standpunkt einer AG in einem Diskurs berücksichtig werden soll, sollten sie eine entsprechende Gruppe auf Consenser.org eröffnen und ihren Standpunkt in dem Diskurs veröffentlichen. Dabei ist der AG freigestellt, ob sie ihr Wissen in der Standpunkte-Wiki auf Consenser.org oder an anderer Stelle sammeln, wichtig ist nur in Consenser.org entsprechend zu verlinken. Der Vorteil vom Diskurs-Consenser ist, dass die Kompetenz von verschiedenen AGs in EINEN Diskurs-Projekt einfließen kann. So bilden die verteilten Fachkompetenzen der AGs eine Matrix mit den verschiedenen Themen. Im Diskurs-Consenser findet man die Zusammenfassung eines Themas aller und in den Gruppen findet man die Zusammenfassung der Sichtweise zu gruppenrelevanten Themen. Was will man mehr?
 
Debatten brauchen Regeln, Und was dauert wie lange?
Wie lange ein Lernprozess dauert kann keiner voraussehen, deshalb halte ich eine zeitliche Limitierung im 2. Schritt für nicht sinnvoll. Ein Lernweg ist nie abgeschlossen, da neue Ereignisse zu neuen Meinungen und Standpunkten führen kann. Doch kann ab einem bestimmten Gleichgewichtsverhältnis der Schritt 3 „Liquid Feedback“ beschritten werden. Ideal wäre es, wenn nur noch die Formulierung des Consenses in Liquid Feedback bearbeitet werden müsste, doch auch die Bearbeitung verschiedener Standpunkte ist umsetzbar.
Die Regeln von Consenser.org sind hier zu finden: http://de.consenser.org/node/2339
 

Mein Angebot:

Ich biete mich an, mein Wissen über das Konzept eines Diskurs-Consenser, in das Team der Entwicklung einer neuen Website einzubringen. Ich bin offen gegenüber einer Neuentwicklung, als auch einer Anpassung der aktuellen Consenser.org Website. Die aktuelle Consenser.org Site funktioniert, bedarf aber besserer Dokumentation und Usability-Verbesserungen. Bei ernsthaften Interesse wäre ich bereit diese Arbeiten durchzuführen.
 

Einfach loslegen:

Schreibe doch einfach mal einen Kommentar auf eine rote Meinung oder registriere Dich gleich und schreibe Deine Meinung: http://de.consenser.org/ger/consenser/1642 Zur Einführung gibt es dort auch ein Video.
 

 



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