Wogegen protestieren die in Spanien?

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Verfasst von Schnittmenge am 19. Mai 2011 - 17:24.
Spanishrevolution Europeanrevolution

Antwort:

Gegen die Ergebnisse eines Systems

 

Steigender Unterschied zwischen Arm und Reich

Was für Lebensschicksale hinter einer Statistik, wie einer Jungendarbeitslosenquote von über 40% steckt, bekommt man im Ausland nicht mit. Das erfährt man nur im eigenen spanischen Freundes- und Familienkreis, denn das staatliche Sozialsystem in Spanien zwingt das soziale Umfeld die Langzeitarbeitslosen zu tragen. Wer jeden Monat NICHTS vom Staat bekommt, dem erscheint Hartz V wie ein wunderschönes Märchen. Ja, Euch in Deutschland geht es im Durchschnitt besser als in Spanien und den Menschen in Spanien geht es im Durchschnitt besser als denen in Afrika. Spanische Studienabgänger gehen zum Arbeiten nach Deutschland, Afrikaner riskieren ihr Leben in der Hoffnung in Europa Frieden und Arbeit zu finden. Der Durchschnitt ist KEIN Maßstab, den er verschleiert das Leiden der Einzelschicksale. „Kein Haus, keine Zukunft, kein Essen ... keine Angst“, liest man auf manchen T-Shirts der Protestanten. Der BBC hat bereits die spanischen mit den Protesten in Ägypten in Beziehung gesetzt- Denkpause.

Der Durchschnitt verschleiert den wachsenden Unterschied zwischen Arm und Reich. Den Banken wurde mit Milliarden geholfen und auch mein sechsjähriger Sohn zahlt die Zeche dafür. An den staatlichen katalanischen Schulen wird an Lehrer gespart, indem sie nächstes Jahr den Unterricht um täglich eine Stunde verkürzen. Eigentlich ist das nicht so schlimm, denn es gibt genug arbeitslose Eltern in der Klasse, die Zeit haben sich gegenseitig mit der Betreuung der Kinder zu unterstützen. Dank den vielen dezentral verteilten privaten Auffangnetzen von Familien und Freunden funktioniert(e) Spanien. Doch die Abstände zwischen diesen sozialen Auffangnetzen werden größer und immer mehr fallen...

 

europeanrevolution

Warnlampe

Wenn einer der Sensoren im Auto eine Fehlfunktion entdeckt leuchtet die Warnlampe auf. Jeder normale Autobesitzer fährt in die Werkstatt und lässt das Auto entsprechend reparieren. Jeder Mensch ist ein wertvoller Sensor. Doch die Wirtschaft bevorzugt die Menschen, die mitspielen, als ob alles in Ordnung wäre. Das ganze Bankensystem baut auf dem Vertrauen seiner Mitspieler auf. Kritische Stimmen sind nicht erwünscht, denn sie gefährden das ganze System. Kritische Stimmen werden klein gehalten und bekämpft. Die Proteste in Spanien sind eine leuchtende Warnlampe, es ist Zeit in die Werkstatt zu fahren und nicht durch Polizeieinsatz, Protestverbote oder Ignoranz, die Glühbirne herauszudrehen und so die Warnlampe zum Erlöschen zu bringen.

 

Wo ist die Werkstatt?

Wir, das Volk, sind die Werkstatt, wir können uns nur selbst helfen. Denn keiner hat ein größeres Interesse als wir selbst, keiner ist so nah, wie wir uns selbst. Die Proteste zeigen die Warnsignale vieler Sensoren. Jeder hat die Freiheit zu bestimmen, was er selbst unter einer Fehlfunktion versteht. Hat jemand eine Fehlfunktion für sich entdeckt, so muss er für sich selbst lernen, wie er diese Fehlfunktion repariert. Es sind zu viele geworden, die es nicht mehr schaffen sich selbst zu reparieren und das ist Scheiße! Genau aus diesem Grund gibt es Proteste: Es sind zu viele geworden, die sich machtlos fühlen ihr eigenes Leben in Würde zu gestalten!

 

Wir müssen lernen

Die Politik, der Markt und die Technik sollte im Dienste des Menschen stehen und nicht umgekehrt. Doch keiner kennt den richtigen Weg. Doch wir haben eins: Jeder Mensch ist ein hervorragender Sensor. Wir brauchen nur zu lernen, wie wir die Anzahl der Warnsignale der Sensoren minimieren und dazu brauchen wir:

  1. Eine transparente Politik, bei der sich jeder Bürger einbringen kann: Denn je früher man auf ein Warnsignal eingeht, desto kleiner ist der Schaden und desto kreativer können die Lösungen sein.
  2. Ein Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe: Keiner weiß im Voraus wie sich sein Leben entwickeln wird - trotz Studium keine Arbeit, ein Unfall oder eine Entlassung können die ganze Lebensplanung über den Haufen werfen. Doch wir wissen, dass alle ein Recht auf Leben in Würde haben.

 

Wie geht es Dir? Bringe Dich und Deine Ideen in die Bewegung ein:

 

Theoretischer Hintergrund

 



Democracia de todos??

Verfasst von eurofinancia am 27. Juni 2011 - 20:44.

Democracia de todos??
Si hoy preguntan en referéndum a los todos griegos si están de acuerdo en devolver los euros que Alemania, Francia y otros países les dejan para su rescate económico mas los altos intereses que piden estos países, cual creen que seria su respuesta en "democracia de todos"???? no.
No veo factible la "democracia de todos".
La gente votaría y daría su opinión en función de sus circunstancias personales y no seria real.
Los islandeses votaron que no quieren devolver su deuda adquirida con otros paises por culpa de unos corruptos banqueros.
Moraleja: mientras el bienestar de los islandeses crecía nadie de ellos se quejaba de su situacion y ahora ya ven.
En Irlanda, las empresas pagan muy poco por tener sus sedes sociales europeas en aquel pais (Google, microsoft...). Que pasaría si de repente subieran los impuestos a dichas empresas sabiendo que si lo hacen muchas de ellas se trasladarían a otro pais? los irlandeses votarian a favor de subirles los impuestos a estas empresas?.

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¡Despiértate!

Verfasst von Schnittmenge am 2. Juli 2011 - 18:58.

EL PODER DEL PUEBLO
El término democracia proviene del antiguo griego (δημοκρατία): δῆμος («demos», que puede traducirse como «pueblo») y κράτος (krátos, que puede traducirse como «poder» o «gobierno»). => El poder del pueblo

¿QUITAS LA BOMBILLA O VAS AL TALLER?
Cada persona es un sensor del bienestar de la sociedad. Un indignado indica un fallo en el sistema. El movimiento hace visible que algo no va bien. El movimiento es la lámpara que indica que hace falta cambios. Quien intenta de quitar la bombilla de la lámpara va a ser responsable de males peores. ¿Qué harías tu si la bombilla de control de tu coche alumbra? ¿Quitas la bombilla o vas al taller?

¿QUÉ CAMBIOS NECESITAMOS?
Necesitamos un sistema que no este manejado solo por la situación “real” de las personas en el poder sino necesitamos un sistema que tiene la situación “real” de todos en consideración:
- Para ello necesitamos un sistema político transparente para reducir el fraude.
- Un sistema político que permite una participación directa para aprovechar la inteligencia colectiva. En mi opinión necesitamos una democracia líquida: http://partidodeinternet.es/wiki/Comunitywiki_Liquid_Democracy_castellan...
- El sistema debería servir al hombre no el hombre al sistema.

Lo siento eurofinancia, pero no hay nada más real que la circunstancia personal de cada uno. La realidad del sistema va a desaparecer con la desconfianza en el sistema y la desconfianza esta aumentando … esto es Democracia Real YA: http://www.democraciarealya.es/?page_id=88

¿QUÉ NOS ESPERA?
Nadie lo sabe. Puede ser que aprendemos, puede ser que quitamos la bombilla, puede ser que recuperamos la confianza en el sistema, puede ser que entramos en un caos total. Nadie lo sabe.

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