Feedback zu „Protestbewegungen“

Bild von Schnittmenge
Themenkreis:
Verfasst von Schnittmenge am 14. Februar 2011 - 17:45.

„Protestbewegungen“ nach Luhmann

Die soziale Bewegung „Attac“ als soziologisches Anwendungsbeispiel
von Lutz Ebeling

Quelle: BLICKPUNKT ZUKUNFT (Viewpoint Future) | Ausgabe 50 | Oktober 2008 | 28. Jahrgang | S.7 bis S.9 Link: Ausgabe als PDF laden

Ausgangsbasis des Textes sind die Gedanken von Niklas Luhmann, garniert mit Anwendungsbeispielen von Attac. Ich wünschte mir bei dem Text mehr Mut und Phantasie neue Ideen, Ansätze oder gar neues Wissen vorzufinden.

So wie es je nach Problemstellung einmal sinnvoller sein kann Licht als Teilchen anzunehmen und ein anderes mal mag es sinnvoller sein Licht als elektromagnetische Welle anzunehmen; genau so sollte man – meiner Meinung nach - mit der luhmannischen Unordnung in der Theorie von Protestbewegungen auch umgehen lernen.

Deshalb halte ich die Versuche die Protestbewegung genau einem Funktionssystem zu zuordnen für eine wissenschaftliche Sackgasse.

  • Wie wäre es statt dessen mit der Klärung, in wie weit die Anwendung eines bestimmten Theoriedesign wie die Beobachtung beeinflusst.
  • So gibt das Theoriedesign „Immunsystem“ eine Erklärung für das Erscheinen von Protestbewegungen, doch kann damit nicht alles erklärt werden. Frage: Wann ist es sinnvoll das Theoriedesign „Immunsystem“ zu verwenden und wann nicht?
  • Wann ist der Vergleich der Protestbewegung mit einem autopoietischem System hilfreich und wann nicht? Wie beeinflusst man seine Beobachtung durch die Wahl der operativen Letztelemente? (Kommunikation, Entscheidung, ...)
  • Wann können Phänomene besser mit Hilfe von Interaktionssystem erklärt werden? (Protestbewegung in Ägypten gegen Mubarak)
  • Wann können Phänomene besser mit Hilfe von Organisationssystem erklärt werden? (Attac)

 

Als Ausblick wäre auch der Code der Protestbewegung als der Differenz von „Entscheidung“ und „Betroffenheit“ neu zu überdenken. Darf jemand der sein Haus mit Hilfe einer Hypothek finanziert, gegen das Wirtschaftssystem protestieren?

Richtig, das Feld der Protestbewegung ist ein interessantes Forschungsfeld, doch die Herangehensweise sollte nicht auf die Luhmannsche Systemtheorie beschränkt werden, sondern durch einen gemeinsamem interdisziplinären Lernweg Beachtung finden.
 



An Gruppe(n): Systemtheorie

Feedback zu „Protestbewegungen“

Verfasst von System am 25. Februar 2011 - 19:12.

Es gibt immer neues Wissen, wenn man es sehen möchte....

Mehr Mut zu global galaktischen möglichst werthaltigen nichtssagenden Begriffen finde ich auch gut. Sollte man aber Märchenerzählern überlassen.

„Immunsystem“ ist kein Theoriedesign sondern eine Metapher.

Die letzten beiden Fragen sind gut, auch wenn die Beispiele schlecht und ohne langes Nachdenken gewählt sind. Warum sollte Attac eine Org sein und kein Interaktionszusammenhang?. Warum ist die Organisation des Protest in Ägypten nur eine Interaktion? Bitte Niklas Luhmann, André Kieserling und Stefan Kühl dazu lesen....

Wer ist interessiert an einer Antwort zu allen gestellten Fragen? Es braucht mind. 5 Leute...

Das könnte Sie auch interessieren!

Consensus

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Gruppe

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Meinung

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.