Direkter Parlamentarismus

. Standpunkt von Gruppe: Demokratie
Verfasst von Schnittmenge am 7. Februar 2011 - 12:44.

Der Direkte Parlamentarismus entwerft ein transparentes politisches System, das allen Mitgliedern der Gesellschaft den politischen und gesellschaftlichen Diskurs öffnet sowie die Möglichkeit zur themenspezifischen Abstimmung bietet.

 

Diskurs

Diskurs als Voraussetzung legitimer Entscheidung. Die ursprüngliche Idee der Demokratie ist, dass Entscheidungen aus einem Diskurs der beteiligten Menschen hervorgehen. In unseren heutigen Massendemokratien war das bisher nicht möglich, da die technischen Voraussetzungen dafür fehlten. Um diesen Mangel auszugleichen wurden repräsentative Demokratiesysteme etabliert; als Folge sind dem Einzelnen nur noch Abstimmungen -und kein Diskurs- zugänglich. Im Direkten Parlamentarismus wollen wir - ermöglicht durch die heutigen technischen Errungenschaften - die Parlamente für alle Menschen öffnen und einen Diskurs zwischen allen Beteiligten erreichen.

 

Bündnisse

Für jede Idee ein Bündnis. In Bündnissen finden Menschen zusammen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Bündnisse stellt man sich am ehesten vor wie Parteien, die sich nur ein spezifisches gesellschaftliches Anliegen zur Aufgabe gemacht haben. Jedes Mitglied eines Bündnisses hat die Möglichkeit sich bei der Fortentwicklung der Idee einzubringen oder seine Stimme einem anderen Mitglied delegieren.

 

Politikfeldparlamente

Für jedes Thema ein Parlament. Der Direkte Parlamentarismus gründet in erster Linie auf der Idee, dass zu jedem gesellschaftlichen Thema ein selbstständiges Parlament gegründet wird, in dem das jeweilige Thema zur Diskussion und Abstimmung steht. Politikfeldparlamente haben die Aufgabe, dass alle Bündnisse, die sich thematisch überschneiden, zueinander finden. Dies ermöglicht einerseits Diskurs zwischen Bündnissen und andererseits Abstimmungen bei denen alle Beteiligten berücksichtigt werden können. Bündnisse werden Mitglied eines Politikfeldparlamentes, indem sie sich in dem jeweiligen Themenbereich engagieren.

 

Dynamische Wahl

Pro Thema eine Stimme. Eine Weitere Besonderheit des Direkten Parlamentarismus ist der dynamische Wahlmechanismus innerhalb der Bündnisse. Da in unserem System Interesse an einem Thema genügt, um Parlamentarier oder Parlamentarierin zu werden, ist für den Einzug in ein Parlament keine Wahl erforderlich - es genügt Mitglied eines Bündnisses zu werden. Innerhalb der Bündnisse kann der Wunsch nach Mitgestaltung der Mitglieder weit auseinandergehen: Einige wollen lediglich eine Idee mit ihrer Stimme unterstützen, andere möchten aktiv am Diskurs teilhaben und ihre eigenen Ideen einbringen. Um diese unterschiedlichen Ansprüche zu ermöglichen und qualifizierte Bewegungen innerhalb der Bündnisse verbindlich abzeichnen zu können, verwenden wir das Konzept der Dynamischen Wahl.

Quelle: http://wiki.liqd.net/Direkter_Parlamentarismus/Einf%C3%BChrung


Das könnte Sie auch interessieren!

Weitere Beiträge zum Themenkreis

Consensus

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Gruppe

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Gruppen-Meinung

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Meinung

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.