2 „funktional“, Lösen von Problemen

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Überarbeitet von Schnittmenge am 3. Februar 2011 - 12:34

Bei der Analyse sozialer Phänomene ließ sich Luhmann von den folgenden Fragestellungen leiten: Welches Problem löst das [soziale Phänomen]? Und: Wäre es auch anders möglich?  [...] Er fragt mit anderen Worten, immer nach der Funktion des Phänomens für die Gesellschaft . Was ist die Funktion der Politik, der Wirtschaft [...]? Und also auch: "Wie heißt das Problem, für das die Politik, die Wirtschaft [...] die Lösung sind?" (Kieser 2006, 427). Oder: "Welches Problem wird hier wie gestellt und gelöst?" (Luhmann/Baecker 2005, 7)




Phänomen

Verfasst von System am 5. Februar 2011 - 13:48.

Was hat Phänomen hier im Thread mit funktionalem Lösen zu tun?

Praktische Beispiele von Phänomenen sind möglicherweise wie folgt zu finden. Man begebe sich in eine Kneipe oder eine Fabrik oder - generalisiert gesprochen - einfach unter Menschen. Das beinhaltet auch z.B. Foren, wie dieses hier. Wie man dann vielleicht sieht, ist der Begriff des Phänomens nach Husserl den von Luhmann verwendeten Begriffen "System" und "Konstruktivismus" und "Symbol" zu ähnlich bzw. bringt nichts Neues. Eine Verdichtung der 3 Begriffe zu Phänomen macht für eine genaue soziologische Analyse der Gesellschaft keinen Sinn, da zu viel ausgeblendet wird. Husserl bringt in seinem Standardwerk (bitte danach in wikipedia.de nachgucken) Beispiele. Wer Interesse hat sollte dort bzw. in dem Werk von Husserl nachlesen. Das hier erneut zu diskutieren bringt nichts. Wie gesagt, in Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nomen und http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nomen_%28Begriffskl%C3%A4rung%29 und http://de.wikipedia.org/wiki/Husserl) ist da schon länger eine Diskussion im Gange. Das kann man sich hier in Consenser ja dann wohl sparen. Oder sehe ich das falsch?

Phänomen

Verfasst von pho am 5. Februar 2011 - 11:37.

ich benutze den Begriff Phänomen nicht, weil er nicht eindeutig definiert ist. Stattdessen benutze ich den Begriff Prozess, weil dieser Begriff die Zeit impliziert. Ein Prozess ist eben Veränderung in der Zeit.

Phänomen

Verfasst von System am 5. Februar 2011 - 12:08.

Hallo pho,

das ist auch nicht schlecht. Ich nutze statt Prozess den Begriff Evolution. "Nachteil" ist, dass der Begriff noch allgemeiner ist, also auch Sach- bzw. Sozialdimension beinhaltet (wenn auch leider nicht trennscharft). Vorteil ist, dass man darin vermutlich (bin sehr unsicher) den Begriff "Prozess" subsumieren könnte. Um den Nachteil auszugleichen, müsste man diese Generalisierung respezifizieren. Ich würde dann den Begriff "Ereignis" statt "Prozess" innerhalb der Evolution bzw. der Luhmannschen Theorie verwenden. Was meinste?

Es wird spannend ;-)
tschüss, System.

Phänomen

Verfasst von System am 4. Februar 2011 - 14:36.

Zu "allen 3 Fragen"
Die Phänomenologie Husserls gibt Antworten; eine der Stützen Luhmnns Theorie. Es gibt super Bücher von/über Husserl (vgl. Knudsen 2006). Der Begriff ist aber überholt. Ich würde ihn nicht verwenden. Ich würde den Begriff Symbol oder symbolhafte Medien nehmen.

Also:
Was ist eine symbolhafte mediale Operation?
Wie funktionert sie?
Warum lösen sie Probleme?

=> Bzgl. dieser Transformation einverstanden? Ein anschauliches Beispiel macht aufgrund des Stands der Diskussion noch keinen Sinn. Ansonsten schlage mal ein Beispiel vor.

Knudsen, Sven-Eric 2006. Luhmann und Husserl. Systemtheorie im Verhältnis zur Phönomenologie. Würzburg: Königshausen & Neumann, ISBN: 3826034015.

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Phänomen

Verfasst von Schnittmenge am 4. Februar 2011 - 13:30.

Was ist ein Phänomen?
Wie funktioniert ein Phänomen?
Warum lösen Phänomene Probleme?

Bitte um anschauliche Beispiele. Danke

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