Der Weg in die Freiheit ?

. Standpunkt von Gruppe: Hat der Mensch einen freien Willen?
vom Diskurs-Projekt: Themenkreis:
Verfasst von Schnittmenge am 22. Dezember 2010 - 11:45.

 Voraussetzung (Umweltvoraussetzung)

Ohne Luft, kein Leben; ohne Körper, kein Gehirn; ohne Gehirn, keine Gedanken, ganz banal sind wir Menschen von bestimmten Voraussetzungen abhängig.

 

Determiniertheit (Operative Angeschlossenheit)

Eine Person und in Form eines Menschen u.a. das Ergebnis seiner Vergangenheit. Bsp.: der nächste Gedanke schließt an den vorherigen Gedanken operativ an; der nächste Schritt schließt da an, wo jemand gerade steht und nirgendswo anders

 

Möglichkeiten (Komplexität)

Von da aus, wo wir gerade stehen, können in eine beliebige Richtung schreiten, hüpfen, krabbeln, ... . Weiteres Beispiel, Sie können zwischen verschiedenen Parteien wählen, oder auch gar keinen Stimmzettel abgeben, aber beides können Sie nicht: Wählen und gleichzeitig nicht wählen – Ob diese Entscheidung determiniert ist oder nicht, ist hier die Frage?

 

Freiheit (Doppelte Kontingenz)

Zufall entsteht und damit das Ende der Determiniertheit, wenn zwei Personen versuchen die Perspektive des anderen in die eigene Perspektive mitzuberücksichtigen. Denn eine Person kann keine andere Person in sich komplett widerspiegeln, sondern wir haben nur ein vereinfachtes Modell des anderen, was niemals an das Original herankommt. Zwischen Modell und Original passt der Zufall, der bei der Interaktion zwischen Personen zutage kommt. 

 

Peanuts

Quelle: http://comics.com/peanuts/2008-09-14/

Mehr Details: Die Interaktion: Brücke zwischen Determiniertheit und Freiheit

 

Ausgangsbasis luhmannische Systemtheorie

Ausgangsthese: Der Weg in die Freiheit geht über vier Stationen: Umweltvoraussetzung, Operative Angeschlossenheit, Komplexität und Doppelte Kontingenz

Umweltvoraussetzung (Voraussetzung)

In Bearbeitung

 

Operative Angeschlossenheit (Determiniertheit)

In Bearbeitung

 

Komplexität (Möglichkeiten)

„Als komplex wollen wir eine zusammenhängende Menge von Elementen bezeichnen, wenn aufgrund immanenter Beschränkungen der Verknüpfungskapazität der Elemente nicht mehr jedes Element jederzeit mit jedem anderen verknüpft sein kann.“ (Luhmann ?)

 

Freiheit (Doppelte Kontingenz)

"Die interessante Hypothese ist, dass Freiheit durch die Duplikation der Systeme aus Determiniertheit entsteht. Es muss sich um mehr als eine System handeln, uns sie müssen komplexitätsunterlegen sein, dürfen als nicht über requisite varity verfügen. Sie müssen interagieren und müssen Freiheit fingieren, um sich selbst in eine Verhältnis zu einem anderen System bringen zu können. Wenn dies auf beiden Seiten geschieht, wird Freiheit qua Fiktion Realität" (Luhmann 2002, 178)

  • Luhmann, Niklas 1984. Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (stw666), ISBN-10: 3-518-28266-2.
  • Luhmann, Niklas 1997. Die Gesellschaft der Gesellschaft. Erste Auflage 1998, 2 Bände, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, ISBN: 3-518-28960-8.
  • Luhmann, Niklas; Baecker, Dirk (Hrsg.) 2002. Einführung in die Systemtheorie. 3. Auflage, Heidelberg: Carl-Auer-Systeme, ISBN: 3896704591 [3896702920], 978-3896704597.

 

Losgehen

Die Theorien von Luhmann haben zu folgender Ausgangsthese geführt: „Der Weg in die Freiheit geht über vier Stationen: Umweltvoraussetzung, Operative Angeschlossenheit, Komplexität und Doppelte Kontingenz“

Diese Ausgangsthese vereint Erkenntnisse aus der Gehirnforschung, mit unserer Selbsterfahrung. Wenn das nicht friedensstiftend ist!

Das Fehlen von Textstellen, bzw. das die Freiheit in den Theorien von Niklas Luhmann eine untergeordnete Rolle spielt, ist unbedeutend im Vergleich zu den Möglichkeiten, die sich durch diese Ausgangsthese eröffnen. Deshalb einfach mal mit dieser Ausgangsthese losgehen. Es wäre toll, wenn andere wissenschaftliche Disziplinen diesen „Weg in die Freiheit“ beleuchten würden. Da passt doch wunderbar in unser Luhmann-Stammtisch rein: http://de.consenser.org/philosophisches_cafe

Es ist möglich gezielt „Modelle des Anderen“ zu entwicklen und zu verwenden, die ein angestrebte Ziel wahrscheinlicher machen, denn man kann ja den hermeneutischen Zirkel einfach auf den Kopf stellen: Siehe http://de.consenser.org/node/2219

Einfach mal losgehen ...


Diskutiert wird hier: http://de.consenser.org/node/2341


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