Die Interaktion: Brücke zwischen Determiniertheit und Freiheit

. Standpunkt von Gruppe: Kommunikationswerkzeug "Schnittmenge"
Überarbeitet von Schnittmenge am 15. November 2010 - 17:19

Selbst wenn unsere Gehirne und damit Personen determiniert wären, entsteht trotzdem in der Interaktion zwischen Menschen Freiheit.

 

Begründung:

In einer Interaktion könnte man meinen, dass Person A die Person B direkt beeinflussen (manipulieren) kann und umgekehrt. Das heißt, eine Person wäre direkt mit der anderen Person gekoppelt. Doch das ist nicht der Fall, denn Person A benutzt ein Modell von der Person B, wie er sich (Person A) verhalten muss, um die gewünschte Reaktion in der Person B zu erzeugen. Manchmal klappt das, manchmal nicht, denn Person B hat ein eigenes Modell von Person A, das der Person B ermöglicht die Absichten von Person A mehr oder weniger gut abzuschätzen. Die Freiheit passt zwischen dem Unterschied zwischen der Determiniertheit der Person A und dem reduziertem Modell von der Person A, das von Person B verwendet wird bzw. umgekehrt.

Ich beziehe mich bei dieser Argumentation auf die These von Donald McKay aus dem Buch "Einführung in die Systemtheorie" von Niklas Luhmann. Die doppelte Kontingenz könnte auch als Ausgangsbasis verwendet werden. Noch weiter vereinfacht könnte man sagen, dass Missverstehen und Plusverstehen determinierte Systeme entkoppeln und damit Freiheit zwischen den Systemen entsteht. Mehr zu Missverstehen und Plusverstehen =>

 

Chance nutzen

Unsere Sprache, unsere „Modelle des Anderen“ sind die Stellschrauben unserer Interaktion. Durch eine gezielte Entwicklung dieser Stellschrauben und deren Anwendung können wir die Wahrscheinlichkeit des anfangs gesteckten Zieles erhöhen.
Doch an welchem Ziel kann sich so eine Entwicklung orientieren? => Die Vision einer Gemeinsamen Bewusstseinskultur
Mit dem hermeneutischen Zirkel kann bewiesen werden, warum es sinnvoll ist, mit so einer Entwicklung anzufangen. =>


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