Aggressionsverhalten

. Standpunkt von Gruppe: Quickstart in die Psychologie
Verfasst von Weltflucht am 26. September 2010 - 18:33.

 de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fromm

Erich Fromm ging davon aus, dass der Mensch keine angeborenes Aggressionen besitzt, dem ich mich anschließe. Es gibt zweierlei Aggressionen bei Tieren:  1. Verteidigung Instinkt  (Raubtiere greifen instinktiv fremde Gattungen u.a. an, um ihr Territorium zu verteidigen). 2. Jagdinstinkt (der einzig zur Nahrungbeschaffung dient). Die Mehrzahl der Primaten verhalten sich weit aus friedlicher und gehen oftmals Kämpfe aus dem Weg (Fluchtverhalten, Vermeidungstatik).

Der Impuls, zu fliehen, spielt  - neurophysiologisch(de.wikipedia.org/wiki/Neurophysiologie) und verhaltensmäßig - die gleiche Rolle, wenn nicht eine größere Rolle beim Verhalten des Tieres, als Impuls zu kämpfen. Es besteht kein Grund zur Annahme, Aggressionen sei natürlicher als die Flucht. Warum sprechen aber die Instinktforscher von der Intensität der angeborenen Aggressionsimpulse und nicht von dem angeborenen Fluchtimpuls?

Aggressionen werden uns, den Menschen als Überbleibsel der Evolution zugesprochen, so könnte die Theorie in deren Mittelpunkt der "unkontrollierbare Fluchtinstinkt" des Menschen etwas merkwürdig erscheinen. Wozu wird vielerorts immer noch  behauptet der Mensch hätte angeborene Aggressionen, den man sogar schon unseren nächsten Verwandten den Schimpansen abgesprochen hat?  Politische- und militärische Führungen ist dies schon sehr lange bekannt, dass der Mensch nicht zum Heroismus (Held) geboren ist, und unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Menschen zum Kämpfen zu veranlassen.

Und weil der Mensch, was seine Instinkte betrifft, schlechter gestellt ist, als irgendein anderes Lebewesen. Identifiziert er seinen Mitmenschen durch Sprache, Sitten, Kleidung etc. - die mehr geistig als instinktiv wahrgenommen werden. Dadurch geschieht ein Paradoxon, weil es dem Menschen an Instinkten fehlt, auch das Erlebnis der Identität mit seinen Artgenossen, so dass er den Fremden erlebt, als ob er zu einer anderen Spezies gehörte; ist es das Menschsein, was den Menschen so unmenschlich macht.

Richtig ist, dass Aggressionen erlernt werden, konditioniert und nicht alle Traditionen für den Menschen  sind zum  Vorteil  - dann könnten Fehler im Verhalten auch nachhaltig zum Umdenken führen. Historisch und gegenwärtig beruhen Kriege nicht von Aggressionen, sondern aus Gründen unterschiedlicher Bereicherungen, einiger weniger Menschen. Wehrpflicht - ist Pflicht. Die Freiwilligen locken andere Dinge wie Prestige, Arbeitslosigkeit, Hunger - aber nicht die Lust am Töten oder Aggressionen.   Gewalttätige Jugendliche spiegeln unser Gesellschaft wider und sind manchmal nur aus der Gruppendynamik entstanden(de.wikipedia.org/wiki/Gruppendynamik), Aggressive Erziehungsmaßnahmen müssen Welt weit ausgerottet werden. Gewalt erzeugt Gewalt. Aggressionen werden beim Menschen von außen erzeugt und gehören nicht zu den  angeborenen Instinkten. Zu unterscheiden sind Grausamkeit und Destruktivität mit pathologischen Ursachen, wie z.B. Nekrophilie. (de.wikipedia.org/wiki/Nekrophilie)