Einführung Systemtheorie

. Standpunkt von Gruppe: Systemtheorie
Themenkreis:
Überarbeitet von Schnittmenge am 5. Oktober 2010 - 7:15

Der Beobachter

Sie legen fest, wie Sie die Welt beobachten wollen. Beobachten Sie die Welt durch die Brille der Systemtheorie, so können Sie frei ein System aus der Welt herausgreifen und die Wechselwirkung mit der Umwelt des Systems analysieren.
 
Beispiele:
  • Das System Auto nimmt unteranderem von der Umwelt Benzin auf und gibt Abgase an die Umwelt ab. 
  • Ein Computer-System nimmt unteranderem über die Tastatur Daten auf und gibt Daten über den Drucker an die Umwelt ab.
  • Das System Mensch nimmt unteranderem Nahrung auf und gibt Fäkalien ab.
 

Die Makroebene

Als Beobachter können Sie unterscheiden zwischen dem, was von der Umwelt in ein System hereinkommt und von dem, was aus dem System an die Umwelt abgegeben wird. Das Verhalten eines Systems als Ganzes gegenüber seiner Umwelt wird als die Makroebene bezeichnet. Um die Unterschiede zwischen dem Input und Output erklären zu können, schaut man sich auch die Mikroebene eines Systems an.

 

Die Mikroebene

Um zu erklären, wie sich beim System Mensch die Nahrung in Fäkalien umgewandelt hat, sucht man nach den entsprechenden Subsysteme (Elementen). Das Modell der Wechselbeziehungen des Organsystem erscheint uns zweckmäßig um den Unterschied zwischen Input (Nahrung) und Output (Fäkalien) zu erklären. Die Erklärung des Unterschiedes zwischen Nahrung und Fäkalien auf Basis des Subsystem Zellen ist weniger zweckmäßig, da deren Wechselwirkungen zu komplex sind, um diesen Umwandlungsprozess nachvollziehen zu können.
 

Mit Modellbildung Komplexitäten reduzieren

Mithilfe der Systemtheorie kann ein Beobachter die komplexe Welt gedanklich in ein System und ihre Umwelt aufteilen. Durch Modellbildung auf der Mikro- als auch Makroebene versucht man dann, die Erscheinungen des nun weniger komplexen Systems zu erklären. Es gibt kein richtiges oder falsches Modell, sondern immer nur ein mehr oder weniger zweckmäßiges Modell, um bestimmt Erscheinungen erklären zu können.
 

Supertheorie

Die Systemtheorie wird auch als Supertheorie bezeichnet, da es jedem freigestellt ist, die Systemgrenze und die Systemelemente eines System zu definieren. Aus diesem und anderen Gründen wird die Systemtheorie in verschiedensten Bereichen angewendet: Biologie, Psychologe, Politik, Mathematik, ...
Doch gerade wegen dieser Freiheit in der Anwendung ist es wichtig sich zu verdeutlichen, wie ein Autor Begriffe und Modelle auf ein bestimmtes Fachbereich anwendet. Diese Investition wird Ihnen durch wertvolle Aha-Erlebnisse zurückgezahlt. 

Im Folgenden werden wir uns mit folgenden Begriffen und Autoren auseinandersetzen:
Komplexität, Emergenz, Selbstorganisation, Humberto Maturana, Francisco Varela, Autopoiesis, Lebende Systeme, Kybernetik erster und zweiter Ordnung, Synergie, Chaostheorie, Evolution, Variation, Selektion, Retention, Strukturelle Kopplung, Paradox, Interaktion, Organisation, Gesellschaft, Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Psychische Systeme, Operation, Differenz, ...

 

Wir versuchen dabei möglichst einfach und allgemein in die Theorien und Begriffe einzuführen und ermöglichen Ihnen so einen schnelleren Einstieg in die genauere Originalliteratur. ( Thorngates Postulat der angemessenen Komplexität  )

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