Können Tiere denken?

Themenkreis:
Verfasst von Schnittmenge am 12. Januar 2010 - 2:45.

Dies ist das Ergebnis des Sprachtreffens vom 11.01.2010 (Revison 6), welches Sie HIER verbessern können:

 
THEMA HEUTE: Können Tiere denken?
 
Als Einstieg zwei Metadiskurse, welche sich in der akademischen Diskussion in den letzen Jahrzehnten herauskristallisiert haben:
1. Theorie- oder empiriegeleitet: Wie nähert man sich unserem Thema methodologisch am besten? 
  • Je nach Wissensbereich kann die Frage nicht beantwortet werden, da Denken nicht eindeutig definiert ist
  • Konflikt zwischen Philosophen und empirischer Wissenschaft (Reine Theorie und praktischen Wissenschaften)
  • Verschiedene Modelle als Ausgangsbasis, bestimmen, was gesehen wird. 
2. Assimilieren oder differenzieren: Konzentrieren wir uns eher auf das Gemeinsame ( = ) oder das Trennende [ - ] bei Mensch und Tier?
Auch wir sind Erdenbewohner.. Gleiches Recht für alle?
 
 
Was sind Tiere - Was können Sie?
( = ) Tiere sind nach dem herkömmlichen Verständnis Lebewesen, die ihre Energie nicht durch Photosynthese gewinnen und Sauerstoff zur Atmung benötigen.
 
( = ) Tiere haben im Gegensatz zu Pilzen und Pflanzen keine Zellwand, sie sind von einer Membran umgeben. Heute sind als Tiere taxonomisch ausschließlich die vielzelligen Tiere gemeint.
 
[ - ] Tiere leben im Jetzt. Doch auch ( = ) meditierenden Menschen. Das Ziel des Buddhismus ist es z.B., im Hier und Jetzt zu sein !..
 
Die Verhaltensbiologie hat gezeigt, dass höher entwickelte Tiere sich komplizierterer Verhaltensmuster und gewisser Zeichensysteme bedienen (Tiersprache) als weniger hoch entwickelte. 
 
( = ) Auch zu abstraktem Denken zeigen sich neben dem Menschen einige Tierarten zumindest in Ansätzen fähig und Selbsterkenntnis (das „sich selbst Erkennen“ im Spiegel) findet man bei Schimpansen und sogar Vögeln (Elstern). 
 
Sprache der Tiere
Diese Kommunikation kann durch akustische, chemische oder visuelle Signale erfolgen, bei einigen Tierarten - wie beim Zitteraal - aber auch durch elektrische Signale (Bioelektrizität). Auch eine Kommunikation über Gebärden (zum Beispiel bei Affen) und hochkomplexritualisierte Formen wie etwa die Tanzsprache der Honigbienen sind bekannt. Im weiteren Sinne werden gelegentlich auch stark situationsbezogene Verhaltensweisen wie das Balzverhalten als Tiersprache bezeichnet.
 
( = ) Tiere verstehen Worte
 
( = ) Kommunikation wird häufig als „Austausch“ oder „Übertragung“ von Informationen  beschrieben. „Information“ ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende  Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis oder Erfahrung. Mit „Austausch“ ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint.
 
( = ) nonverbale Kommunikation:
Das Auge mit den nachgeschalteten Sehbahnen liefert Informationen über Mimik, Gestik und  Körpersprache sowie über Bewegungsmuster, Nähe und Distanz, die Pupillengröße des Gegenübers, vegetative Symptome (z.B. Erröten, Schwitzen) und anderes (vgl. Blickkontakt).  
Die Rezeptoren der Haut liefern Empfindungen, die dem Tast-, Temperatur- und  Schmerzsinn zugeordnet werden. Dabei liegen dem Tastsinn und der taktilen  Kommunikation Sensationen wie Kitzel, Berührung, Vibration, Druck und Spannung zugrunde.  
Der Geruchssinn (Olfaktorik) bestimmt z.B., ob man „jemanden riechen kann“.  
Daneben liefert die akustische Wahrnehmung der averbalen  Anteile des Sprechens – wie Stimmfärbung, Tonhöhe usw. als Bestandteile der paraverbalen Kommunikation.
 
( = ) Kommunikation wird häufig als „Austausch“ oder „Übertragung“ von Informationen  beschrieben. „Information“ ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende  Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis oder Erfahrung. Mit „Austausch“ ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint.
 
 
 
[ - ]  Was ist der Unterschied zum Menschen?
  • [ - ] Menschen haben Worte, mit denen sie auch denken.
  • [ - ] Der Mensch hat Kultur 
  • [ - ] Außer dem Menschen sind allerdings keine Tierarten bekannt, die in der Lage sind, hochentwickelte Kulturen hervorzubringen. Diese Kulturen unterscheiden sich bei der Art Homo sapiens untereinander ganz wesentlich, selbst innerhalb biologisch ähnlicher Lebensräume.
  • [ - ] Der Mensch hat Vergangenheit und Zukunft.
 
 
Was ist Denken?
 
Unter Denken werden alle Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren  Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen  suchen, mit dem Ziel, damit brauchbare Handlungsanweisungen zur Meisterung von  Lebenssituationen zu gewinnen. Bewusst werden dabei meist nur die Endprodukte des Denkens, nicht die Denkprozesse, die sie hervorbringen. Denken kann auf einem Einfall basieren oder spontan durch Gefühle bzw. Situationen, aber auch durch Sinneseindrücke oder  Personen ausgelöst werden, oder es wird abstrakt konstruktiv entwickelt. Denken  muss jedoch vom Wahrnehmen und Einfälle-Haben (Intuition) unterschieden werden, die mehr oder weniger unbegrifflich sind. 
 
( = ) Anpassung oder Adaptation,  steht in der Biologie und Medizin für:
  • die Fähigkeit von Lebewesen oder Gesellschaften, je nach Umständen alternativ zu reagieren
  • in der Biologie die Reaktion von Zellen oder Gewebe auf veränderte  Umweltbedingungen oder Schädigungen, metabolische Adaptation, siehe Anpassungsreaktion   
  • die generationenübergreifende Anpassung von Lebewesen an eine veränderte Umwelt, siehe Evolutionäre Anpassung  
  • Einstellen der Sinnessysteme an die jeweiligen Reizgrößen, siehe Sensorische  Adaptation (etwa Adaptation (Auge), Adaptation (Akustik)) 
 
( = ) Gedächtnis:
Unter Gedächtnis versteht man die Fähigkeit des Nervensystems von Lebewesen, aufgenommene Informationen zu behalten, zu ordnen und wieder abzurufen. Die gespeicherten Informationen sind das Ergebnis von bewussten oder unbewussten Lernprozessen, die Fähigkeit zur Gedächtnisbildung ist Ausdruck der Plastizität von neuronalen Systemen.
Auch primitive Nervensysteme sind zu einfachen Lernprozessen befähigt. Komplexität und Umfang der Gedächtnisleistung nehmen mit der Evolution und der Entwicklung des  Zentralnervensystems zu. 
 
( = ) Präattentive Wahrnehmung (aus lat. prä: vor und attentio: Aufmerksamkeit) ist eine vorbewußte, unterschwellige Wahrnehmung von Sinnesreizen. Sie bezeichnet das Phänomen, dass ein Reiz zwar vom Nervensystem einer Person wahrgenommen wird und  einen Effekt auslöst, jedoch nicht ins Bewusstsein dringt.
 
  • Dies ist der Regelfall in der alltäglichen Wahrnehmung. Ständig strömt ein Strom von Reizen auf den Organismus ein, der stark gefiltert wird. Nur potentiell relevante Reize dringen ins Bewusstsein. Der große Rest wird lediglich auf vorbewusster Ebene im Gehirn analysiert.
 
 
Abschließende Umfrage:
Ja: 
 Menschen haben auch einfache Reaktionsmuster der KONDITIONIERUNG...
 Jannes:Ja, klar
 
Kommt drauf an: 
 Daniel
 Gerhard - Manche ja andere nein / entwicklungs/evolution Stufe
Hans
 
Nein: 
 Christian M., ausschliesslich Affektivreaktionen auf Reize, simples Reiz-Reaktionsmuster
 
Stimmenenthaltung: Dundalk

 


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