Wahrheiten sind relativ ;-)

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vom Diskurs-Projekt: Themenkreis:
Verfasst von Thomas Zahreddin am 13. Oktober 2009 - 19:37.

Die Frage der Wahrheit stellt sich immer erst wenn mehr als eine Person Aussagen zu einem Thema machen.

Meine Wahrheit vs. Deine Wahrheit.

 

Der Anspruch über die Wahrheit zu verfügen, soll den Sprecher meist automatisch in die Position versetzen, anderen Personen vorzuschreiben, wie diese sich zu verhalten hätten bzw. deren Verhalten zu beeinflussen.

Dabei stehen die angesprochenen Personen immer in einem sozialen und kulturellen Kontext. So wird eben dem aktuellen Stand der Kultur vertraut bzw. dieser ist so tief in uns eingegangen, dass wir nicht in der Lage sind diesen zu hinterfragen. Wenn alle um uns herum etwas anderes behaupten, dann wird der Abweichler zur Not in die Psychiatrie eingeliefert und die Mehrheit der Gesellschaft ist die Bedrohung der eigenen Wahrheit los.

 

Beispiel ist die Pressearbeit des Comuter Chaos Club (als Audio, als Video) oder Wahrheit vor Gericht.

 

Auch werden Sie viele Wissenschafftler finden, deren Theorien erst sehr viel später anerkannt wurden und dann als wahr gelten. Genauso gibt es heute Theorien, die als unzutreffend beurteilt werden und die in Zukunft für wahr gehalten werden.

 

Die Zusammenfassung für mich ist:

Letztlich wird immer nur das geglaubt, was für einen selbst gut in das eigene Weltbild integrierbar ist.

 


Ergänzung

Verfasst von R-A-S (nicht überprüft) am 29. Oktober 2009 - 22:22.

Sehr guter Beitrag von Thomas!
Lediglich ergänzen möchte ich, dass die Wahrheit selbstverständlich absolut ist und es ihr ziemlich schnuppe ist, ob sie von Menschen als solche erkannt wird oder nicht.
Thomas' Zwinkern im Betreff deutet bereits darauf hin.

Bild von Schnittmenge

Die Wahrheit und was wirklich passierte

Verfasst von Schnittmenge am 13. Oktober 2009 - 23:38.

Das Video bringt es auf den Punkt: Jede Geschichte hat vier Seiten. Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist.

Die Wahrheit
Die Wahrheit ist am Ende das, was Bruce Sterling als "major consensus narrative" beschrieben hat, die Version, die sich im Bewusstsein der Mehrheit festfrisst. Die Wahrheit wird hier als gesellschaftliche Konstruktion gesehen.

Jürgen Habermas Theorie: Durch die Einhaltung der Rahmenbedingungen (idealen Sprechsituation) soll der erzielte Konsens automatisch als „Wahrheit“ zu bezeichnen sein. Dank Jürgen Habermas wissen wir, worauf wir achten sollten: http://de.consenser.org/node/2004

Doch welcher Architekt kann diese großen Brücken zwischen Theorie und Praxis bauen?

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