Jannes Tashiros Buch: Zeitwende

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Verfasst von Schnittmenge am 24. August 2009 - 20:02.

Lieber Jannes Tashiro,

ich habe Ihr Buch „Zeitwende (ISBN:3-9810499-2-6)“ bekommen, wofür ich mich sehr herzlich bedanke. Ich bin gerade mit Ihrem Buch fertiggeworden. Des Weiteren habe ich mich in letzter Zeit in die Philosophie etwas vertieft und meine erkannt zu haben, dass es keine Wahrheit gibt ohne Bezugssystem. Genauer, es gibt keine Wahrheit, da kein Bezugssystem einen Anspruch auf ein „wahres Bezugssystem“ hat. Doch durch Feedback von anderen können wir das Gefühl bekommen, „auf dem richtigen Dampfer“ zu sein.

Nun, wenn „funktionale Seelen“ hinter dem Geld hinterher rennen, so haben diese das Gefühl „auf dem richtigen Dampfer“ zu sein, da sie von vielen Seiten entsprechendes positives Feedback bekommen. Mit Ihrem Buch geben Sie den „funktionalen Seelen“ ein negatives Feedback und begründen es, unter anderem, mit der menschlichen Verarmung. Das kann von den „funktionalen Seelen“ als nicht beachtenswerte Störung empfunden werden oder rüttelt wach und schafft das Bedürfnis nach der „kreative Seele“. Doch wo sind diese „kreativen Seelen“ zu finden? Meiner Meinung nach sollten sich die „kreativen Seelen“ miteinander vernetzen und durch positives Feedback ein „auf dem richtigen Dampfer“-Gefühl kultivieren.

Ich biete Ihnen dazu Consenser.org [Treffen] an. Dort können Sie sich ortsunabhängig in Realzeit treffen und besprechen. Ich könnte Ihnen einen eigenen Treffpunkt für „kreative Seelen“ einrichten. So wird es für eine neue „kreative Seele“ einfacher, dazu zu stoßen.

Saludos,
Daniel Juling 



Weitere Links zum Autor Jannes Tashiro

Verfasst von Kommentator (nicht überprüft) am 15. September 2009 - 0:45.
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Nach Rücksprache mit dem Autor

Verfasst von Schnittmenge am 11. September 2009 - 12:18.

Herr Jannes Tashiros wird eine Buchbesprechung auf Consenser.org [Treffen] durchführen. Siehe Termin: http://de.consenser.org/node/2011

Des Weiteren hat er mir eine Zusammenfassung des Buches übermittelt:

Jannes Tashiro: ZEITENWENDE – konkret.

Im Allmende Verlag ist jetzt eine 108 Seiten starke Broschüre erschienen, in der sich der ehemalige Journalist und Autor mit den Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen ab der von iimmer mehr Menschen thematisierten Zeitenwende befasst. Damit knüpft der Autor nahtlos an die vorangegangenen Publikationen an: „Umrisse der Zeitenwende“ und „Perspektiven der Zeitenwende“. „Die Weltmenschheitsgeschichte beginnt jetzt“, folgert Tashiro aus seinem Gesellschaftsbild, einem Staat ohne Börsen und traditionelle Kapitalwirtschaft, in dem Zinserträge der Banken die Reichen reicher und die Armen ärmer machen.

Die Menschen – so Tashiro- sind das Geld selbst. Fröhlich sollen die Menschen leben, ohne Existenzängste, ohne Psychopharmaka. Ihre Arbeitsleistungen sollen sie gegenseitig tauschen.

So entstehe nach dem „Aufbruch“ eine Tauschwährung, die das traditionelle Geld des Staates ersetze: „Wenn wir uns in unserer inneren Freiheit selbst entdecken und entfalten, ergänzen wir uns perfekt!“

In der Auffassung der Menschen vom „wir sind der Staat“ und „wir sind das Geld“, folgt Tashiro weitgehend den Vorstellungen des Joseph Beuys, der die Idee vom „organischen Geldkreislauf“in seinen künstlerischen Vorstellungen entwickelte. Demnach solle jeder so viel Geld vom Staat bekommen, wie er für seinen Lebensunterhalt braucht. Beuys These war: „Alles für die anderen, nichts für einen selbst!“

Im Kapitel 12 beschreibt der Autor das Zusammenwirken von kreativen Seelen. Damit kommt er den Vorstellungen Friedrich Schillers nahe, der den Kunststaat propagierte.

An anderer Stelle gibt Tashiro zu bedenken, dass er nicht darüber spekulieren wolle, in welchem Umfang die Menschen künftig noch Leid erfahren müssen, um vom gelebten „Way Of Life „ abzuweichen (Anmerkung des Verfassers), der letztendlich zur völligen Ausbeutung der Erdresourcen und in Klimakatastrophen gipfelt.

Wie sehr dieser Staat dem „Kapital“ verfallen ist, zeigt der Umstand, dass Aktien-Spekulationsgeschäfte steuerfrei sind, d.h. dass die Gewinnspanne zwischen An- und Verkauf von Wertpapieren steuerfrei gehandelt wird (wenn sie eine gewisse Zeit im Besitz des Käufers bleiben) während auf Lebensmittel eine Mehrwertsteuer erhoben wird. Einige Waren werden sogar doppelt versteuert, wenn sie als Genussmittel eingestuft werden z.B. Bohnenkaffee (Anmerkung des Verfassers).

Achtundzwanzig Kapitel hat Tashiro nebst einem Vor- und einem Nachwort drei Oberbegriffen zugeordnet: Teil 1 – „Wo wir stehen“ , Teil 2 – „Wende“ und Teil 3 „Zukunftsperspektive“.

Der Autor gibt den Menschen keine Schuld, dass sie in diese Zeit hineingeboren werden und zunächst völlig kritiklos in der bestehenden Gesellschafts- und Werteordnung mitmischen. Allerdings müssten alsbald geltende Wertestrukturen erkannt und hinterfragt werden. Der Aufbruch in eine fröhliche Gesellschaft ohne Zwänge vollziehe sich von daher praktisch von selbst, sei gewissermaßen vorprogrammiert, nachdem das alte Wirtschafts- und Wertesystem gescheitert ist.

Eine kühne Vorstellung angesichts der bestehenden Konsumidiotie, in welcher erwartete Begehrlichkeiten einer aus allen Fugen geratenen Spaßgesellschaft vom konsequenten Nachdenken (und Erforschen) ablenken.

Hartmut T. Reliwette

Allmende Verlag

Ringheftung, DIN A 5, Preis Euro 12.-

Allmende Verlag, ISBN 3-9810499-2-6

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