Erhard Busek

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Überarbeitet von Schnittmenge am 7. Juli 2009 - 10:41
Dr. Erhard Busek im KDF und ABC

Erhard Busek

(* 25. März 1941 in Wien) ist ein österreichischer Politiker der ÖVP und ehemaliger Vizekanzler. Von Januar 2002 bis Juni 2008 war er Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa der EU.

 

Treffen:

Am 06.07.2009 sprach Dr. Erhard Busek in Barcelona über das Thema: "Mitteleuropa - Perspektiven"

 

Zur Person:

Seine politische Laufbahn begann Busek 1964, bald nach Abschluss seines Studiums an der Universität Wien, als zweiter Klubsekretär der ÖVP im Parlament.

- 1969-72 stellvertretender Generalsekretär und

- 1972-76 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes.

Während der Kanzlerschaft von Bruno Kreisky wurde er 1975/76 zum ÖVP-Generalsekretär bestellt und wechselte 1976 zur Wiener Landespartei, welcher er zu Beginn der Umweltschutz-Bewegung ein grünes Image gab („bunte Vögel“). Bis 1989 war er Landesparteiobmann der Wiener ÖVP, 1978-87 Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter von Wien.

1989 wurde Busek als Bundesminister für Wissenschaft und Forschung in die österreichische Bundesregierung unter Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) berufen. 1991 wurde er als Nachfolger von Josef Riegler zum Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) gewählt.

Als Bundesparteiobmann gehörte Busek - wie viele seiner Vorgänger - auch der Regierungsspitze an. Von 1991-1995 war er Vizekanzler in der Großen Koalition mit der SPÖ und gleichzeitig Bundesminister für Wissenschaft und Forschung (bis 1994) sowie Bundesminister für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (1994-1995).

Nach seiner Ablöse an der Parteispitze durch Wolfgang Schüssel im Jahr 1995 widmete er sich verstärkt seinen mitteleuropäischen und kulturellen Interessen und übernahm den Vorsitz des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa. Seit 1996 ist er Koordinator der Southeast European Cooperative Initiative und war 2000-2001 Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung. Seit 1996 ist er Koordinator der South East European Cooperative Initiative (SECI).

2000 - 2002 war er Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung.

Von Januar 2002 bis Juni 2008 war er Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa.

Busek wird zum katholisch-liberalen Flügel der ÖVP gezählt, galt und gilt in seiner Partei als kritischer Intellektueller und ist auch als Publizist tätig. In seinen Publikationen behandelt er vorwiegend die internationale Rolle Österreichs, insbesondere für Mitteleuropa, die Kulturpolitik und die Kooperation mit den östlichen Nachbarländern. Er war bis zur Zeit der Wende 1989 engagiert in der Unterstützung von Dissidentenbewegungen mit denen er nach 1989 in ihren neuen Funktionen über das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (seit 1995 als Präsident) kooperiert. Seit 2000 Präsident des Europäischen Forum Alpbach (EFA), seit 2005 Chairman des Board of Trustees der Erste Stiftung. 1995 übernahm er die Leitung des Gustav Mahler Jugendorchesters (BMJO), wo Claudio Abbado Musikdirektor ist.

Seit 22. Oktober 2004 ist Erhard Busek der erste Rektor der Fachhochschule Salzburg.

Gemeinsam mit ÖVP-Politikern wie Andreas Khol und Herbert Kohlmaier gründete er ein katholisches Laienbündnis, das die Abschaffung des Pflichtzölibats im römisch-katholischen Priestertum und die Weihe von Frauen zu Diakoninnen fordert. 

 (Quelle: Wikipedia)

 

Literatur

Sein letzte Buch erschien 2008 - Eine Seele für Europa : Aufgaben für einen Kontinent
Erhard Buseks Essay handelt von den Fragen, die uns alle im beginnenden 21. Jahrhundert betreffen.
• Wofür steht Europa?
• Was muss geschehen, um die Vielfalt der europäischen Kulturen in einem gemeinsamen Ganzen friedvoll zu vernetzen, ohne diese Vielfalt zu verlieren? Dazu gehört es, zu lernen, wer unsere Nachbarn eigentlich wirklich sind. Dazu gehört auch, sich mit der europäischen Geschichte und der Rolle der Religionen auseinander zu setzen. Und es gehört der Wille dazu, vorhandene Probleme zu lösen. Europa war immer ein Kontinent des geistigen Diskurses. Wie dringend notwendig dieser ist, zeigt sich auch an den aktuellen globalen Auseinandersetzungen. Europa kann einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Entschärfung leisten und den Weg zu einem friedlichen Miteinander weisen. Die historisch gewachsene europäische Vielfalt, die „Seele Europas“, ist dabei ein Trumpf von unschätzbarem Wert.

 

Weitere Veröffentlichungen:

* Busek/Peterlik, Die unvollendete Republik, 1968, Verlag für Geschichte und Politik
* Busek/Wilflinger, Demokratiekritik - Demokratiereform, 1971
* E. Busek, C. Festa und J. Görner: "Auf dem Weg zur qualitativen Marktwirtschaft", Oldenbourg München 1975, ISBN 3-486-44351-8
* E. Busek (Hrsg.): "Mut zum aufrechten Gang. Beiträge zu einer anderen Art von Politik.", Herold Wien 1983, ISBN
* Erhard Busek, Emil Brix:"Projekt Mitteleuropa", Ueberreuter Wien 1986, ISBN 3-8000-3227-9
* Elisabeth Welzig (Hrsg.): "Erhard Busek - Ein Porträt", Böhlau Wien 1992, ISBN
* Erhard Busek:"Heimat Politik mit Sitz im Leben", Braintrust Wien 1994, ISBN 3-901116-10-9
* Erhard Busek, Rudolf Bretschneider: "Mensch in Wort. Reden und Aufsätze", Ed. Atelie Wien 1994, ISBN 3-85308-004-9
* Rudolf Bretschneider, Peter Bochskanl (Hrsg.): "Mensch im Wort - Erhard Busek - Reden und Aufsätze", Atelier 1994, ISBN 3-85308-004-9
* Erhard Busek:"Mitteleuropa : Eine Spurensicherung", Kremayr & Scheriau Verlag Wien 1997, ISBN 3-218-00633-3
* Erhard Busek (Hrsg.), Martin Schauer: "Eine europäische Erregung. Die "Sanktionen" der Vierzehn gegen Österreich im Jahr 2000. Analysen und Kommentare",Böhlau Verlag 2000, ISBN 3-205-77121-4
* Erhard Busek: "Der Grenzgänger : Festschrift für Hans Marte",Wieser Verlag 2000, ISBN 3-85129-323-1
* Georg Winckler, Konrad P Liessmann, Hans U Erichsen, Erhard Busek: "Die Zukunft der Universität",Wuv 2000, ISBN 3-85114-551-8
* Erhard Busek: "Zentraleuropa Almanach, Ungarn", Molden 2002, ISBN 3-85485-070-0
* Erhard Busek: "Österreich und der Balkan", Molden 2002, ISBN 3-85485-020-4
* Erhard Busek: "Offenes Tor nach Osten", Molden 2003, ISBN 3-85485-092-1
* Erhard Busek, Werner Mikulitsch: "Die europäische Union auf dem Weg nach Osten",Molden 2003, ISBN 3-85129-405-X
* Erhard Busek, Dagmar Abfalter: "Kultur und Wirtschaft", Studien Verlag 2004, ISBN 3-7065-1906-2
* Erhard Busek: "Zu wenig, zu spät. Europa braucht ein besseres Krisenmanagement", edition Körber-Stiftung 2007, ISBN 978-3-89684-131-5

 

Links

Erhard Busek, als er noch Balkanbeauftragter der EU war. VIDEO

Kalender-Eintrag: 
Montag, 6 Juli, 2009 - 19:30 - 21:30

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