Psychodynamische Perspektive

. Standpunkt von Gruppe: Quickstart in die Psychologie
Verfasst von Schnittmenge am 9. Juni 2009 - 4:14.

Die psychodynamische Perspektive wurde begründet von der Tiefenpsychologie und hat sich seither laufend weiterentwickelt. Vor etwa 100 Jahren von Sigmund Freud begründet, ist sie heute aktueller denn je. Weitere bekannte Vertreter sind Carl Gustav Jung oder Alfred Adler.

In der psychodynamischen Perspektive geht man davon aus, dass neben dem Bewussten ein Unterbewusstsein existiert. In diesem Unterbewusstsein existieren Triebe, welche befriedigt werden wollen. Das Verhalten kommt in dieser Sichtweise aufgrund der Triebbefriedigung zustande, aber auch aufgrund der Gesellschaft. Es existiert in dieser Perspektive ein Gleichgewicht zwischen den beiden Antriebskräften.

Das Unterbewusstsein funktioniert folgendermaßen: Es dringen Reize in das Bewusstsein ein und manchmal durchdringt so ein Reiz das Bewusstsein und dringt ins Unbewusste. Dort wird er abgespeichert und dringt meistens nicht mehr ins Bewusstsein hervor. Es kann aber sein, und zwar meistens im Traum, dass sich gespeicherte Reize im Unterbewusstsein vermischen und zusammen oder auch einzeln hervordringen. Träume können also auf unbewusste Inhalte hindeuten, und deshalb ist die Traumanalyse auch ein wichtiges Werkzeug der tiefenpsychologischen Psychotherapie.

Man geht davon aus, dass eine Bedeutung des Traumes eine Wunscherfüllung ist, das heißt, man wünscht sich das, was man träumt. Dabei gilt aber nicht das Offensichtliche, was man träumt: das ist bloß die vordergründige Story (manifester Trauminhalt). Der wirkliche Wunsch ist subtil in den Traum eingefügt, und zwar symbolisch (latenter, unbewusster Trauminhalt). Dabei muss man den Traum immer im Kontext mit dem jeweiligen Umfeld des Träumenden deuten, da die unbewussten Inhalte nur von dort stammen können.

Träume können allerdings auch auf traumatische Erlebnisse hinweisen, zum Beispiel auf sexuellen Missbrauch im Kindesalter. Solch eine schlimme Erinnerung kann sich tief ins Unterbewusstsein eingraben.

 

Wikipedia


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