Biologische Perspektive

. Standpunkt von Gruppe: Quickstart in die Psychologie
Überarbeitet von Schnittmenge am 9. Juni 2009 - 4:04

In der biologischen Perspektive sind die genetische Veranlagung (das Erbgut) , das bioelektrische Nervensystem, sowie die biochemischen- und bioelektrischen Vorgänge im Gehirn verantwortlich für unser Verhalten. Damit nimmt sie zum Teil die behavioristische Idee auf, dass das Verhalten reine Reflexe und Reaktionen auf diese Reflexe sind.

Beispiel 1: Pupillenreflex

Wenn ein Tier oder ein Mensch aus dem Dunkeln ins Helle tritt, ziehen sich automatisch seine Pupillen zusammen. Dies ist ein bioelektrischer Reflex, der über das Nervensystem erfolgt.

In diesem Beispiel tritt ein reiner Reflex auf, wie ihn der Behaviorismus kennt. Ein Schema aus der Verhaltenskunde der Biologie lässt sich 1:1 anwenden auf diesen Fall. Dort wird nämlich der sogenannte Reflexbogen als Modell genommen. Er gilt auch für die behavioristische und die biologische Perspektiven in der Psychologie und ist folgendermaßen aufgebaut:

Wie gut zu erkennen ist, wirkt ein bestimmter Reiz (in diesem Fall das Licht der Sonne) auf ein Sinnesorgan (das Auge). Das Nervensystem (und nicht das Gehirn) verarbeitet die Information in Sekundenschnelle und gibt den Impuls, damit das ausführende Organ oder Reflexorgan (wiederum das Auge) die Pupille zusammenzieht. Ein weiteres Beispiel für einen Reflexbogen gibt das folgende Beispiel:

Beispiel 2: Hitzereflex

Fasst ein Kind auf eine heiße Herdplatte, zieht es den Arm reflexartig zurück (es sei denn, es steht unter Schock, das kann auch vorkommen). Auch dieser Reflex ist bioelektrisch.

Darüber hinaus werden aber die biochemischen Vorgänge im Gehirn nicht als reine Reflexe angesehen, sondern als physikalisch-chemische Prozesse des Denkens, welche das Verhalten auch verändern können (zum Beispiel Lernprozesse). Durch Denkvorgänge ist es auch möglich, Handlungen erst zu durchdenken, bevor man sie ausführt (verinnerlichtes Handeln). Verinnerlichtes Handeln hat man zum Beispiel auch bei Schimpansen beobachtet, jedoch beim Menschen ist dieses viel ausgeprägter.

 

Wikipedia


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