Behavioristische Perspektive

. Standpunkt von Gruppe: Quickstart in die Psychologie
Überarbeitet von Schnittmenge am 9. Juni 2009 - 5:24

Das Wort Behaviorismus kommt vom englischen behaviour - was man mit Verhalten übersetzen kann. Die behavioristische Perspektive ist das pure Gegenteil der kognitiven Perspektive. Aus dieser Sichtweise ergeben sich aus bestimmten Bedingungen bestimmte Verhaltensweisen, welche wiederum ganz bestimmte Konsequenzen haben. Eigentlich ist es ein ganz einfaches Muster:

Man nimmt an, dass nur Reize das Verhalten bestimmen. Diese lösen in unserem Nervensystem automatische Reflexe aus, die nicht bewusste Vorgänge sind. Auf die Reflexe folgt dann die eigentliche Reaktion auf diese Reize, welches zielgerichtetes Verhalten, also Handeln ist: Kurz zusammengefasst sieht das Schema so aus:

 

Reiz \Rightarrow Reflex \Rightarrow Reaktion

 

Diese Perspektive geht also nur von der Umwelt als verhaltensbestimmenden Faktor aus. In dieser psychologischen Richtung ist einzig das Verhalten (das beobachtbar ist), von Interesse. Das Erleben kann man nicht beobachten und wird als nicht wissenschaftlich erachtet.

Das Interessante dabei ist, dass vor allem Tiere damit erforscht wurden und werden. Mit diesen Tierversuchen entdeckte man die klassische und später die operante Konditionierung, welche hier kurz erläutert werden:

 

Klassische Konditionierung:

In der klassischen Konditionierung wird der Reflex mit einem sekundärem Reiz ausgelöst. Das bedeutet, dass die reflexiven Verhaltensweisen, die bei gewissen Reizen automatisch auftreten, daraufhin trainiert werden, auch bei einem anderen alleinigen Reiz ausgelöst werden können. Das funktioniert, indem man zusätzlich zum primären Reiz, der den Reflex auslöst, gleichzeitig den sekundären Reiz gibt, und dies mehrmals hintereinander in kurzen Abständen wiederholt. Mit der Zeit wird der Reflex auch ausgelöst, wenn nur der sekundäre Reiz gegeben wird.

 

Beispiel: Die Hunde von Pawlow

Pawlow untersuchte das Verhalten von Hunden. Er stellte ihnen Futter hin, was bei den Hunden den Reflex der Speichelabsonderung auslöste. Gleichzeitig ließ er eine Glocke erklingen. Nach mehrmaligem wiederholen zeigten die Hunde auch Speichelabsonderung, wenn nur die Glocke ertönte. Vor dem Versuch taten sie das aber nicht: Wir sehen, dass eine klassische Konditionierung passiert sein muss. Nach gewisser Zeit ließ aber die Speichelabsonderung durch ertönen der Glocke nach, da die Hunde natürlich bald merkten, dass sie nicht mehr Futter bekamen, wenn die Glocke ertönte.

 

 

Operante Konditionierung:

Bei dieser Konditionierung, die später entdeckt wurde, trainiert man nicht reflexive Verhaltensweisen. Das bedeutet, dass man keinen primären und sekundären Reiz benötigt, sondern nur einen Reiz, der eine bestimmte Verhaltensweise trainiert (konditioniert).

 

Beispiel: Stromschläge

Forscher steckten einmal Mäuse in einen Käfig mit zwei Futterquellen. Die eine war eine normale Futterquelle, bei der anderen bekam man jedesmal einen elektrischen Schlag ab, sobald man sie benutzen wollte. Die Mäuse lernten recht schnell, im Sinne des operanten Konditionierens, nur noch die neutrale Futterstelle zu benutzen.

Diese Konditionierungen existieren auch beim Menschen, wenn auch in sehr eingeschränktem Maße. Ansonsten laufen die ganzen Konditionierungen im Bereich der Verhaltensforschung der Biologie.

 

Wikipedia


Das könnte Sie auch interessieren!

Weitere Beiträge zum Themenkreis

Consensus

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Gruppe

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Gruppen-Meinung

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.

Meinung

  • Zum gewählten Schlagwort liegen keine Beiträge von dieser Zellen-Art vor.