Wie kann man sich das vorstellen?

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Überarbeitet von Schnittmenge am 19. April 2009 - 2:11

Sehr geehrter Herr Lutz von Grünhagen,

ich habe Ihre Beiträge (1 2 3) durchgedacht, gleichzeitig definierte ich in der Standpunkte-Wiki, die von Ihnen verwendeten Begriffe. Sollte da etwas nicht stimmen oder fehlen, so würde ich mich freuen, wenn Sie korrigierend eingreifen würden.

Mir gefällt Ihr Modell des globalen Symmetriebruchs, da es positiv und einfach zu verstehen ist.

Wenn ich Ilya Prigogine richtig verstanden habe, zielt der Dialog mit der Natur auf das Ende des Dualismus zwischen Physik und Kultur. Ist diese das Ende der Kultur oder fusioniert da Physik und Kultur, wie kann man sich das vorstellen?

Ich teile die Meinung mit Ihnen, dass wir gemeinsame Ziele brauchen, eine zielführenden Diskussion und das wir unsere Welt gestalten können. Mein Modell (Vision) heißt Gemeinsame Bewusstseinskultur. Wie können wir Ihrer Meinung nach unsere Kräfte bündeln?
 

Saludos,
Daniel




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"Wie kann man sich das vorstellen?"

Verfasst von Lutz am 19. April 2009 - 10:28.

Sehr geehrter, lieber Daniel Juling,
ich bin sehr begeistert von allen Ihren letzten Beiträgen und glaube, dass wir hier bei der Vorbereitung zum Auslösen des "großen Symmetriebruchs" im praktischen Leben viel weiter kommen als das in bisherigen Gruppen und Vereinen geglückt ist; - wobei unsere Erfolge hier natürlich auch auf den anderen Anstrengungen aufbauen, selbst dort, wo sie noch vergeblich gewesen sind.

Leider kann ich in den nächsten Wochen immer nur kurz hier mit diskutieren, weil mich alltägliche Verpflichtungen davon abhalten, die aber durchaus oft sehr mit unserem Thema zu tun haben; - meistens muß ich bisher lange Umwege gehen und zum Beispiel in Vereinen erst mal jahrelang fleißige organisatorische Arbeit leisten und die persönlichen Freundschaften festigen, bevor andere für die m.E. fällige große Wende in der Menschheitsgeschichte begeistert werden können. Den meisten Menschen liegt es bisher völlig fern, über solche Dinge nachzudenken, - wobei ich allerdings glaube, dass eine Art Staudamm aus Denkhemmungen sie davon abhält und dass sie im tiefsten Grunde sehr danach drängen, die Probleme unserer Zivilisation zu lösen statt ihnen immer nur auszuweichen (der Stausee ist voll und der Damm hat Schwachstellen).

Zudem sehe ich beim Consenser.org-System noch nicht durch und brauche immer lange, um komplizierte Prozesse immer wieder anzusehen und mitzuerleben, bis sich ein einfacher Durchblick ergibt.

Prigogine und Stengers' Buch habe ich im Ganzen 1981 gelesen, - da war sicher kein Ende der Kultur gemeint, und ich denke heute, dass es bei dem großen Symmetriebruch um den Schritt in eine höhere Stufe von Gesundheit der Gesellschaft geht. Nach Abraham H. Maslow ("Motivation und Persönlichkeit") ist ein Mensch gesund, wenn er immer wieder zur Befriedigung aller seiner Bedürfnisse gelangt. Nachdem ich zu dem Schluß gekommen bin, dass Menschen immer alle ihre Bedürfnisse befriedigen können, ohne zu diesem Zweck das Glück und die Zufiedenheit anderer beeinträchtigen zu müssen, meine ich, dass eine Gesellschaft gesund ist, wenn ihre Mitglieder sich gegenseitig die Befriedigung aller ihrer Bedürfnisse ermöglichen.

Die neue Kulturgeschichte wird also von der natürlichen Lust aller Einzelpersonen zu Aktivität und Tüchtigkeit angetrieben und überhaupt nicht mehr von gegenseitiger Bedrohung, die pathologisch ist, wo sie bei den Menschen über das Maß hinausgeht, das bei gewöhnlichen Säugetieren üblich ist zur Regulation des Zusammenlebens.

So weit für heute. Ich hoffe sehr, im Mai hier ausführlich mitmachen zu können.
Herzliche Grüße
Lutz

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Ich habe gerade gesehen,

Verfasst von Schnittmenge am 20. April 2009 - 10:41.

Ich habe gerade gesehen, dass Sie an dem Jahrestreffen der Zukunftswerkstatt mit organisieren. Die Themen des Jahrestreffens lauten:
• Wann werden Menschen (in eigener Sache) aktiv?
• Interkulturelle Erfahrungen mit Zukunftswerkstätten
• Was fördert Kreativität und Wertschätzung, damit Gemeinsamkeit entsteht?

Gerne unterstütze ich diese Bewegung und biete der Zukunftswerkstatt 2009 (http://www.zwnetz.de/pages/ausbl-jt.html)an diese Themen als eine eigenständige Gruppe auf Consenser.org einzurichten. Sie können, dann innerhalb und zwischen den Gruppen diskutieren, das Wissen innerhalb einer Gruppe in einer Wiki bündeln, Dokumente hochladen und teilen, Termine vereinbaren, RSS-Feeds einbinden und gegebenenfalls Diskurs-Projekte führen. (Link zu mehr Details: http://de.consenser.org/og) Rechnen Sie mit meiner vollen Unterstützung.

Mit Consenser.org wandeln Sie eine Herausforderung in einen gemeinsamen Weg um. Consenser.org wächst organisch, das heißt, durch die Benutzung entstehen die Strukturen, die gebraucht werden.

Consenser.org ist die Erde, Ihre Themen sind der Samen. Mit Wasser (= das wir miteinander kommunizieren) und Sonne (= der Wille voneinander zu lernen) werden daraus große starke Bäume wachsen.

E-mailen Sie mir einfach den Samen (Themenbeschreibung, Dokumente, ...) und ich pflanze ...

Saludos,
Daniel
E-Mail: admin „Klammeraffe @“ consenser.org

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