Ökologische Wende als globaler Symmetriebruch

Ziel dieser Experten-Gruppe   
Verfasst von Lutz am 18. April 2009 - 12:04.

Eine ziemlich einfache Erkenntnis kann die Entwicklung der menschlichen Zivilisation, die bisher zunehmend zwischen konstruktiven und destruktiven Tendenzen schwankt, demnächst in die konstruktive Richtung kippen. Ich hatte sie heute schon in meiner ersten Meinungsäußerung eingefügt und wiederhole das hier:

   
"Es ist kein Zufall, dass Menschen bisher regelmäßig ein Denken über die biologischen Grundlagen ihrer eigenen Bedürfnisse vermeiden, obwohl das der zentrale Punkt ist, in dem ... sich ... die Lösung der gegenwärtigen Existenzkrise der Menschheit befindet. Ich ... füge "die Lösung aller Probleme" in einer besonders kurzen Fassung ein, die am 04.09.07 für das Forum der ZDF-Sendung Nachtstudio entstand:
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“Die Lösung des Mensch-Umwelt-Problems, ... , läßt sich wie folgt aus den Antrieben unseres Handelns herleiten und kurz aussprechen:

Als Säugetiere sind wir von zwei Kategorien von Bedürfnissen angetrieben. Die organischen Grundbedürfnisse sind auf die Einhaltung von Sollwerten gerichtet, wie optimaler Wassergehalt des Körpers, optimaler Nahrungsgehalt in den Körperflüssigkeiten, optimale Körpertemperatur oder optimaler Blutdruck. Sie sind wohlbekannt und haben zu tun mit Durst und Hunger, oder bei Sommerhitze mit dem Drang, den Schatten eines Baumes aufzusuchen. Die zweite Kategorie, die höheren Bedürfnisse, werden speziell beim Menschen auch die produktiven genannt. Sie sind auf das Abarbeiten der Verhaltensprogramme gerichtet und treiben an zu den lebenserhaltenden Aktivitäten wie zu Jagd, Nahrungsbevorratung, Nestbau, Brutpflege, sozialen Beziehungen, sexuellen Interaktionen, zum Lernen oder zur Orientierung in neuer Umgebung.
Aber während z.B. die mit uns ziemlich verwandten Eichhörnchen ihre Verhaltensprogramme recht starr abarbeiten, wenn diese durch den jeweiligen Schlüsselreiz eingeschaltet sind, können wir im Zusammenhang mit unseren erweiterten Großhirnleistungen außerordentlich flexibel damit umgehen. Wir können sie gewissermaßen in Teilprogramme zerlegen und diese frei neu kombinieren und sehr weit an konkrete Situationen anpassen. Wir können somit Klavierstücke einüben oder völlig neu entwickelte Spezialtätigkeiten ausführen. Dadurch sind wir eher in einer ständigen allgemeinen Aktionsbereitschaft und weniger periodisch immer wieder zu bestimmten Handlungen getrieben, die wir lange nicht durchgeführt haben.

Schlußfolgerung:
Menschen sind als Säugetiere autonom in dem Sinne, daß sie gewissermaßen Lust zu allen Anstrengungen haben, die für ein auch ansonsten befriedigendes Leben erforderlich sind. Arbeit ist normalerweise die Befriedigung der produktiven Bedürfnisse und es gibt daher keinen Grund, sich um die Arbeitsergebnisse zu bekämpfen. Es ist nutzlos, andere Menschen auszunutzen oder auszubeuten, weil der eigene Antrieb überall vorhanden ist, selber für sich erfolgreich die Mühsal und die Leiden des Lebens auf sich zu nehmen, z.B., um Selbstbestätigung zu erlangen.
Außerdem löst sich durch die Flexibilität und Vielfalt unserer konkreten Handlungsmöglichkeiten die Problematik von Rangstreben, Revierverteidigen und anderen sozialen Konfliktherden auf. Es gibt geradezu unendliche viele und vielfältige Möglichkeiten, das Leben konkret befriedigend zu gestalten. Daher kann jede Situation immer im Einklang mit den natürlichen Lebensgrundlagen immer wieder so gestaltet werden, daß alle Beteiligten zufrieden sind. Damit sind die Gründe dafür benannt, daß alle Feindseligkeiten der Menschen entfallen können.”
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"

Weil ich bei anderen Sachen sehr in Zeitdruck bin, aber hier sehr gern diskutiere, verweise ich noch mal auf meine erste Meinungsäußerung und auf meine ersten Kommentare, seit gestern zum Beitrag von Alfred Waizenauer (Thema ungefähr: "Wird der Mensch immer gierig bleiben und wird es daher immer Finanzkrisen geben?").  Herzliche Grüße an alle, die daran interessiert sind, dass wir als Erdenbürger unsere Welt selber gemeinsam gestalten. 



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