Ist es möglich ohne ein Finanzsystem zu leben?

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vom Diskurs-Projekt:
Verfasst von René Mier Chris... am 28. Februar 2009 - 20:25.

Ist es möglich ohne ein Finanzsystem zu leben? Haben wir von einem Finanzsystem keine Vorteile? Ich finde es notwendig dem Finanzsystem zu helfen, weil unser heutiges System ohne Bänke usw. nicht überleben würden.

Die Frage finde ich gut. Wenn wir so viel Geld ausgeben können, warum haben wir das nicht früher für Leute die Hunger haben gemacht ? Warum gibt es diesen Willen nicht ? Weil es nicht so notwendig ist ? weil wir davon kein Profit bekommen ? oder weil es uns gut passt ?

 



99,99% ALLER MENSCHEN

Verfasst von Weltflucht am 30. September 2009 - 14:21.

Der Mensch handelt stets aus Eigennutz, erst wenn er selbst in Bedrängnis gerät, kommt er ins Handeln. Auch altruistische Menschen handeln in diesem Sinne, obgleich es vordergründig anders aussehen mag oder sogar verneint wird. So verhält es sich in der großen Welt und in der kleinen Welt. Jede Gruppe - jeder einzelne hat eine andere Perspektive,doch handeln alle aus Eigennutz. Das Finanzsystem besteht aus einem einzigen Grund, der Wille zur Macht. Vielleicht wäre ein Tauschsystem besser/möglich (?).

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Woran sollte ein Mensch sein

Verfasst von Schnittmenge am 30. September 2009 - 20:25.

Woran sollte ein Mensch sein Handeln orientieren, wenn nicht am Eigennutz?

Eigennutz

Verfasst von Weltflucht am 2. Oktober 2009 - 11:20.

Der Mensch kann gar nicht anders handeln. Wie Schopenhauer schon bemerkte: "Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will." Dennoch glaube ich, verschieben sich die Mittel - werden radikaler um seine eigenen Ziele durchzusetzen. In Richtung Reform, was ja besagt, zurückkehren zum Ursprung des Verhaltens, dem Faustrecht. Die Gewalt greift umsich, wer nichts zu sagen weiß, weil er nicht ausreichend gefördert wurde, als Kind - benutzt die infantile Möglichkeit der nonverbalen Kommunikation. Die Finanzwelt tut es mit ihren eigenen Mitteln, Korrpution. Wenn jede Art von Militärischen Ausgaben auf die gesamte Weltbevölkerung verteilt würden (von Säugling bis zum Greis), müsste niemand auf der Welt Hunger leiden, wenn dies der Wille von 99% der Menschen wäre, warum gehen nicht 99% der Menschen auf die Straßen und setzen dies durch? Weil jeder Mensch nur seinen eigenen Eigennutz folgt - Homo homini lupus!

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Eigennutz als Ausgangsbasis

Verfasst von Schnittmenge am 2. Oktober 2009 - 13:12.

Aus Eigennutz baut man Beziehungen auf, denn eine Win-Win Beziehung bringt mehr als auf sich allein gestellt zu sein. Das funktioniert in kleinen Gruppen mal gut, mal besser. (Familie, Freundeskreis, ...)

In großen Gruppen funktioniert das nicht mehr, zu schweigen in der Welt als Ganzes. Das bedeutet, wenn wir vom Eigennutz nicht Abstand nehmen können, brauchen wir ein System, wo unser Eigennutz sich so aufsummiert, dass was herauskommt im Interesse 99,99% aller Menschen ist. Hört sich doch logisch an? Oder?

Und wie schafft man so ein System? Antwort: http://de.consenser.org/node/1733

Logisch ja, dennoch ...

Verfasst von Weltflucht am 2. Oktober 2009 - 16:12.

Um das eigene Leben zu sichern hat der Mensch Gesellschaftsformen entwickelt, die ja unter vielfachen Arten auch bei Tieren vorkommt. Aus einer Notwendigkeit heraus, ist somit nicht von Natur aus bedingt.Wenn man hierbei die Kausalität vernachlässigt. Leider wird gerade durch die Globalisierung der Mensch nur noch als Objekt gesehen, wenn überhaupt, das Individuum zählt nicht. Dadurch verliert aber das System an Varianten, dies zeigt sich am eindrucksvollsten in der Sprache, die sich doch durch die Kultur entwickelt hat. Natürlich wäre es eventuell ein Vorteil, wenn alle Völker die gleiche Sprache benutzen würden, aber die gleiche Sprache, das gleiche System läuft immer Gefahr, falsch interpretiert zu werden. Weil jeder Mensch eine eigene Wirklichkeit konstruiert und jede Gesellschaft eine eigene Dynamik besitzt. Kulturprozess ist ein ewiges - Stirb und Werden.

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Genau, das ist der Punkt!

Verfasst von Schnittmenge am 4. Oktober 2009 - 14:02.

Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit, womit eine gemeinsame Sprache alleine noch nichts löst.
Wir brauchen mehr. Wir brauchen ein Kommunikationswerkzeug, das eine Gemeinsame Bewusstseinskultur ermöglicht. Das Bewusstsein, wie jeder seine eigene Wirklichkeit konstruiert, wird der Schlüssel sein, um Konflikte zwischen verschiedenen Wirklichkeiten zu reduzieren. Es wird der Schlüssel sein, damit wir voneinander lernen anstatt aneinander vorbeireden. Dieses Bewusstsein schafft Verständnis und Toleranz zwischen verschiedenen Wirklichkeiten und reduziert das Kultursterben und gewaltbereite Randgruppen.

Die Evolution ist ziellos. Der „Wettkampf“ zwischen den Kulturen und Ideologien ist auch ziellos.
Die „Stärksten“ setzen sich durch und das unabhängig von deren Moral. Eine Atombombe in den falschen Händen kann das Ende der Menschheit bedeuten. Keiner mag einer von den mehr als 900 Millionen von Personen sein, die heute an Hunger leiden. Es ist im Interesse der Menschheit gezielt die Strukturen zu schaffen, die für eine Welt notwendig sind, damit niemand mehr an Hunger leiden muss.

Anders formuliert: Das Gehirn orientiert sich am Eigennutz seines Trägers, die Welt an sich hat kein Eigennutz. Wir müssen den Eigennutz der Menschheit schaffen, an dem sich die Gehirnträger orientieren können. Kurz: Wir brauchen eine Gemeinsame Bewusstseinskultur: http://de.consenser.org/node/1733

Bewusstseinskultur ...

Verfasst von Weltflucht am 4. Oktober 2009 - 17:03.

Da gebe ich dir vollkommen Recht, dies war u.a. ein Grund mich hier anzumelden. Dennoch sehe ich in der Toleranz einen falschen Ansatz, tolerieren heißt; ertragen, erdulden. Da finde ich Akzeptanz/akzeptieren im Sinne von zustimmen oder annehmen und mögliche Empathie erstrebenswerter.
Das Finanzsystem (Geld) wurde entwickelt, um Leistungen, An/Verkauf einfacher und effektiver zu bewerkstelligen. Heute ist es weitaus komplexer und für Laien bishin zu Politikern die nicht in diese Richtung gebildet sind, undurchschaubar. Dies bewirkt u.a. dass das Machtgefälle, das Wohlstand- und Armutgefälle weltweit stark gestiegen respektive weiterauseinander klaffen, wobei Korruption als Kavaliersdelikt vielerorts gesehen wird. Da ist ein Menschenleben nichts Wert. Die Finanzkrise ist ein Teil des Mosaiks, so wurde Armut in der Welt künstlich weiter vorangetrieben. Die Welt heute könnte ohne Finanzsystem nicht existieren, dennoch eventuell steuern wir wieder zurück, ändern muss sich für die Zukunft auf jeden Fall etwas. Sonst droht irgendwann der nächste Kollaps oder die Klimakatastrophe überrollt uns, dann würden sich einige Probleme von selbst lösen.

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Ja, richtig Empathie ist besser

Verfasst von Schnittmenge am 5. Oktober 2009 - 1:18.

Ja, richtig Empathie ist besser als Akzeptanz. Akzeptanz ist besser als Toleranz. Toleranz ist besser als Verachtung. Verachtung ist besser als Gewalt.

Die Grund-Idee von Geld ist sehr positiv. Anstatt Güter zu tauschen oder schweres Edelmetall mit sich herumzutragen, war Geld eine gute und praktische Lösung.

Ich bin kein Finanzexperte und lass mich gerne belehren, doch ich denke das Problem fängt 1971 damit an, als die USA ihren Dollar nicht mehr mit realen Gegenwert in Gold stützen. Der Vietnamkrieg war teuer, so druckte man mehr Geld, ohne entsprechende Goldreserven einzulagern. Es ist einfach zu verlockend, Geld zu drucken, nicht vorhandenes Geld zu verleihen, undurchsichtige Fonds zu verkaufen ... bis der Kollaps kommt.

Heute wird mit Nichtwissen operiert, wir sollen vertrauen in das Finanzsystem haben, denn wir sitzen alle im selben Schiff, das irgendwann untergehen wird. Besser ist es, dass sich keiner auskennt und die Musikband spielt. Ich denke, das ist gewollt und die Politik pumpt noch mehr Geld in die Reparaturarbeiten, damit das Schiff erst in einer der kommenden Generationen untergeht. Sorry, das mit dem Schiff, habe ich nicht gesagt, wir brauchen vertrauen …

Solange unser Denken vom Finanzsystem ausgeht, werden wir nur flicken. Wir brauchen einen Norden, woran wir unser Handeln orientieren können. Wir müssen Prioritäten setzen, was wirklich der Eigennutz der Menschheit ist. Du kennst meinen Vorschlag ...

Doch die Reichen (Mächtigen) haben viel zu verlieren, das Geld arbeitet für sie. Wir haben viele moderne Sklaven, sie arbeiten, um ihre Schulden zurückzahlen. Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Die etwas daran ändern könnten, wissen weder wie, noch haben sie Lust darüber nachzudenken. => Einfach weiter wurschteln ...

Erfahrung ist die größte Innovationsbremse. Innovation entsteht, wer eine Sache aus einer anderen Perspektive betrachtet. Ich habe neue Lösungen gefunden, in dem ich überlege, wie man die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft erhöhen könnte. Probieren Sie doch mal aus, lieber Leser: http://de.consenser.org/node/1735

Wie hat der liebe Albert Einstein gesagt: “Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind”

Schwarmleistung

Verfasst von Weltflucht am 5. Oktober 2009 - 10:08.

Ja, dies ist mein Reden, Aufklärung tut Not, dies haben schon große Persönlichkeiten wie zb. E. Kant,auch so gesehen. Nur leider ist die Realität eine andere, obgleich wir vielfältige Möglichkeiten von Informationsquellen haben, bleibt die Masse unwissend und dumm. Und die Spirale dreht immer größere Runden, durch falsche Erziehungsmodelle oder einfach aus Desinteresse. Immer mehr Kinder und Jugendliche werden psychisch krank, ADHS wird zwar oftmals angenommen, doch fehlt es diesen Menschen einfach an die natürlich Grundbedürfnisse, wie zb. Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Liebe, aber auch in großen Maßen Förderung und Forderung.Wie reagieren diese Kinder und Jugendlichen mit Aggressionen und Gewalt. Empathie muss erlernt werden, Spiegelneuronen können dies bewirken, wenn aber innerhalb der Familien Desinteresse, Gleichgültigkeit und Kälte vorherrscht, kann Empathie und adäquates soziales Verhalten nicht erlernt werden. Und dort entsteht auch keine Bildung, somit auch kein Wissen. Dumme Menschen können sehr gut manipuliert werden, deswegen brauchen wir mehr Unterstützung und Hilfsangebote für die Familien. Die Kinder von heute, sind die Erwachsenen von morgen, ohne Wissen und fehlende Aufklärung. Schwarmleistung erhöhen ist notwendig, aber wie sagte schon Karl Kraus; Bildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben! Da muss die Schwarmleistung beginnen, bei den Kindern!

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Hast Du Kinder?

Verfasst von Schnittmenge am 5. Oktober 2009 - 12:08.

Hast Du Kinder?

Kinder

Verfasst von Weltflucht am 5. Oktober 2009 - 14:30.

Ja, dennoch ist dies nicht der Grund, mich für Kinder einzusetzen. Sondern meine ganz persönliche Erfahrung, zudem eine Studie belegt, dass die Verschreibung von Ritalin und ähnliche Medikamenten, in den letzten Jahren rasant angestiegen ist, doch vielerorts keine professionelle Diagnostik erfolgte. Die nur durch Psychologen/Psychiater die sich mit dem Störungsbild ADHS auskennen, ausschließen oder attestieren können.Außerdem zeigte eine amerikanische Studie, dass Ritalin nur für etwa einem Jahr Wirkung zeigt, dass also Therapien und Medikamente kombiniert eine Verbesserung bringen.

Personen die hungern haben -

Verfasst von MiniBlister am 19. März 2009 - 20:54.

Personen die hungern haben - im Gegensatz zu manchen Banken oder Unternehmen - keine System Relevanz. Hungernde Menschen gab es schon immer und wird es wohl leider auch immer geben aber Unternehmen mit Systemwert gibt es noch nicht so lange und ich glaube darum schreckt man davor zurück diese Hungern zu lassen.

Aus meiner Sicht kann man von einem systemrelevanten Unternehmen nur dann sprechen wenn man wie z.B. Tata > 5% des Brutoinlandprodukts von Indien ausmacht (wenn ich richtig informiert bin)

Personen die Hunger haben ...

Verfasst von Weltflucht am 30. September 2009 - 14:33.

Ich denke, wir lassen die Menschen in der so genannten Dritten Welt nicht hungern, weil sonst noch mehr hungernde Menschen die reichen Ländern überschwemmen würden, dies wird ja schon seit Jahren mit großem Aufwand und Kosten verhindert.

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