Die Vision einer Gemeinsamen Bewusstseinskultur

. Standpunkt von Gruppe: Gemeinsame Bewusstseinskultur
Überarbeitet von Schnittmenge am 23. November 2011 - 10:24

Die Natur ist ein selbstorganisierendes System. Der Natur ist es egal, ob Menschen hungern oder für immer aussterben. Die Vision der „Gemeinsamen Bewusstseinskultur" schafft einen Weg zu einem Ziel, dass meiner Meinung nach im Intresse der Menschheit ist. Warum man dieses Ziel vorab annehmen kann, wird mit dem hermeneutischen Zirkel begründet =>

 

1.) Das Ziel der „Gemeinsamen Bewusstseinskultur“, ist es

      a) den ideologischen Kampf zu entschärfen,
      b) eine pragmatische Leidensreduzierung zu priorisieren und
      c) die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft zu erhöhen.

=> Auf diese Weise schafft man sich einen klares, gemeinsames Ziel und kann so Kräfte bündeln. (Regulative Idee)

=> Anstatt nur auf Symptome einer globalisierenden Welt zu reagieren (Finanzkrise), wird proaktiv nach den Interaktionsstrukturen gesucht, die das Ziel der Gemeinsamen Bewusstseinskultur wahrscheinlicher machen.


2.) Schaffung eines Bezugssystems zur Erfolgskontrolle

Für die Punkte a), b) und c) werden im Diskurs messbare Indikatoren gesucht, ermittelt, definiert und eingeführt. Das Geniale ist, dass wir mit diesen Indikatoren ein gemeinsames Bewertungssystem schaffen, das unabhängig von fachspezifischen Bezugssystemen und kulturellen Hintergründen ist. Der Erfolg von Maßnahmen wird so leichter zu überprüfen sein (mittelfristig starten dazu Projekte).


3.) Entwicklung und Verwendung von Kommunikationswerkzeugen

Wie schaffen es tausende von Programmierern, die über die ganze Welt verteilt sind, Anwendungen zu entwickeln, die immer öfter besser sind, als eine vergleichbare kommerzielle Lösung? Faszinierend, nicht wahr?

 

Consenser.org gibt jedem die Möglichkeit, fachübergreifend Zusammenarbeiten und Diskurse jeder Art, innerhalb eines Kulturbereiches durchzuführen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig wären.

 

Jedoch für eine Gemeinsamen Bewusstseinskultur benötigen wir ein Kommunikationswerkzeug, das sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken vermag. Damit ein interkultureller Dialog erfolgreich sein kann, bedürfen wir ein Mindestmaß an gemeinsamer Sprache, gemeinsamen Werten und gemeinsamen Erfahrungen. Wir brauchen eine gemeinsame Schnittmenge.

In der Sprache George Herbert Mead´s würde es so lauten: Eigentlich entstehen die "signifikanten Symbole" aus den sozialen Interaktionen, die Menschen miteinander eingehen. Doch wo es keine Interaktion gibt, gibt es auch keine "signifikanten Symbole". Da sie noch nicht existieren, müssen wir diese "signifikante Symbole" zunächst künstlich erschaffen, damit eine effektive globale Interaktion überhaupt in Gang kommen kann.

Der Gehirnforscher Wolf Singer formuliert es negativ: Höhere Konnotationen von Bewusstsein entstehen im Dialog zwischen sich wechselseitig spiegelnden Menschen, die jeweils ein Modell der Befindlichkeit des anderen entwerfen und verwenden. Konflikte entstehen durch die Unfähigkeit, sich in die kognitiven Schemata der jeweils anderen hineinzuversetzen.

In der Sprache Jürgen Habermas´ würde es so lauten: Um die Voraussetzungen für erfolgreiches, globales und kommunikatives Handeln zu erfüllen, bedarf es einer Schnittmenge an gemeinsamen Lebensweltkonzepten und gemeinsamen Hintergrundwissen. Diese Schnittmenge muss erst noch geschaffen werden.

 

Mit einfachen Worten erklärt

Die Muttersprache eines Menschen hängt davon ab, mit welcher Sprache ein Kind aufgewachsen ist. Wir haben Verständnis, wenn ein Mensch nicht unsere Sprache spricht. So normal wie unsere eigene Sprache, so normal sind Werte und Lebensweise für einen selber. So wenig wie ein Kind seine Sprache auswählen konnte, so wenig konnte es die Werte und Lebensweise aussuchen, in der es aufwächst. So haben wir eine bunte Welt verschiedener Denk- und Lebensweisen: verschleierte Frauen, Miss World, Kastensystem, Gleichberechtigung, Yin und Yang, Beten, Meditieren, Bibel, Koran, harmonisches Ganzes, Naturgötter, ...
 
Keiner kann was dafür, wo er geboren wurde und die entsprechende Sprache und Weltanschauung gelernt hat.
 
Als die Reisegeschwindigkeit noch bei einer Pferdestärke lag, regelten sich Probleme lokal. Glasfaserleitungen, Funk und Satelliten arbeiten für die, die es verstehen, die globalisierende Welt für sich zu nutzen. Der Rest kuckt zu und fliegt vielleicht mal in ein exotisches Land in den Urlaub.
 
Ein Beispiel: Nach der Welternährungsorganisation stieg in 2008 die Zahl der hungernden Menschen auf ca. 963 Millionen. Das ist jeder siebte Mensch auf der Erde! Quelle: http://www.fao.org/news/story/en/item/8836/icode/
Zur Visualisierung: Stellen Sie sich jeden siebten Menschen, den Sie heute sehen, als kränklichen Hungernden vor. (In 2009 ist die Anzahl der hungernden Menschen weiter gestiegen) Hunger entsteht selten dadurch, dass es einfach zu wenig Nahrung gibt. Es sind soziale, politische und ökonomische Faktoren, die dafür verantwortlich sind.
 
Allgemein: Es sind die historisch lokal unterschiedlich gewachsenen Denk- und Machtstrukturen, die uns gegenseitig blockieren und zu Ergebnisse führen, die nicht nur Leid verursachen, sondern auch das Überleben der Menschheit gefährdet. Als Beispiele sind Streit, Armut, Hunger, Klimaerwärmung und Atomkriege zu nennen.
 
 

Die Herausforderung

Wie müssen wir unsere Interaktion gestalten, damit wir in einer immer stärker vernetzten, sich selbstorganisierenden Welt das Leiden minimieren und gleichzeitig das Überleben der Menschheit sicherstellen?
 
Dafür Bedarf es einer gemeinsamen Sprache, die die Wahrscheinlichkeit der Vision der Gemeinsamen Bewusstseinskultur erhöht, indem diese Sprache speziell für diese Vision entwickelt wird. Diese Kunstsprache schafft eine Schnittmenge zwischen den historisch gewachsenen Unterschiede und vermag dadurch das Verständnis und Toleranz Andersdenkenden zu erhöhen. So kann sich der harte Kampf um Wahrheit und Recht in einen gemeinsamen Weg, verwandeln, wo die Definition der Menschenwürde des Anderen an erster Stelle steht. 
 
Die Entwicklung des Kommunikationswerkzeuges "Schnittmenge" ist die Voraussetzung, damit eine Gemeinsame Bewusstseinskultur überhaupt möglich wird.  

 

Als Frage formuliert:

Wie muss das Kommunikationswerkzeug "Schnittmenge" gestaltet werden, damit in der Welt
      a) der ideologische Kampf entschärft wird,
      b) eine pragmatische Leidensreduzierung priorisiert wird und
      c) die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft erhöht wird?


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5.) Aktion