Die Vision einer Gemeinsamen Bewusstseinskultur

. Standpunkt von Gruppe: Gemeinsame Bewusstseinskultur
Überarbeitet von Schnittmenge am 1. Februar 2010 - 17:29

Die Erde ist ein selbstorganisierendes System. Der Erde ist es egal, ob Menschen hungern oder für immer aussterben. Die Vision der „Gemeinsamen Bewusstseinskultur" schafft einen Weg zu einem Ziel, dass im Interesse 99,99% aller Menschen ist.

 

1.) Das Ziel der „Gemeinsamen Bewusstseinskultur“, ist es

      a) den ideologischen Kampf zu entschärfen,
      b) eine pragmatische Leidensreduzierung zu priorisieren und
      c) die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft zu erhöhen.

=> Auf diese Weise schafft sich die Weltgemeinschaft einen klares, gemeinsames Ziel und kann so Kräfte bündeln. (Regulative Idee)

=> Anstatt auf Symptome einer globalisierenden Welt zu reagieren (Finanzkrise), wird proaktiv das selbstregulierende System entwickelt, das diesen drei Zielen gerecht werden kann.


2.) Schaffung eines Bezugssystems zur Erfolgskontrolle

Für die Punkte a), b) und c) werden im Diskurs messbare Indikatoren gesucht, ermittelt, definiert und eingeführt. Das Geniale ist, dass wir mit diesen Indikatoren ein gemeinsames Bewertungssystem schaffen, das unabhängig von fachspezifischen Bezugssystemen und kulturellen Hintergründen ist. Der Erfolg von Maßnahmen wird so leichter zu überprüfen sein (mittelfristig starten dazu Projekte).


3.) Entwicklung und Verwendung von Kommunikationswerkzeugen

Wie schaffen es tausende von Programmierern, die über die ganze Welt verteilt sind, Anwendungen zu entwickeln, die immer öfter besser sind, als eine vergleichbare kommerzielle Lösung? Faszinierend, nicht wahr?

 

Consenser.org gibt jedem die Möglichkeit, fachübergreifend Zusammenarbeiten und Diskurse jeder Art, innerhalb eines Kulturbereiches durchzuführen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig wären.

 

Jedoch für eine Gemeinsamen Bewusstseinskultur benötigen wir ein Kommunikationswerkzeug, das sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken vermag. Damit ein interkultureller Dialog erfolgreich sein kann, bedürfen wir ein Mindestmaß an gemeinsamer Sprache, gemeinsamen Werten und gemeinsamen Erfahrungen. Wir brauchen eine gemeinsame Schnittmenge.

In der Sprache George Herbert Mead´s würde es so lauten: Eigentlich entstehen die "signifikanten Symbole" aus den sozialen Interaktionen, die Menschen miteinander eingehen. Doch wo es keine Interaktion gibt, gibt es auch keine "signifikanten Symbole". Da sie noch nicht existieren, müssen wir diese "signifikante Symbole" zunächst künstlich erschaffen, damit eine effektive globale Interaktion überhaupt in Gang kommen kann.

In der Sprache Jürgen Habermas´ würde es so lauten: Um die Voraussetzungen für erfolgreiches, globales und kommunikatives Handeln zu erfüllen, bedarf es einer Schnittmenge an gemeinsamen Lebensweltkonzepten und gemeinsamen Hintergrundwissen. Diese Schnittmenge muss erst noch geschaffen werden.

 

Mit einfachen Worten erklärt

Die Muttersprache eines Menschen hängt davon ab, mit welcher Sprache ein Kind aufgewachsen ist. Wir haben Verständnis, wenn ein Mensch nicht unsere Sprache spricht. So normal wie unsere eigene Sprache, so normal sind Werte und Lebensweise für einen selber. So wenig wie ein Kind seine Sprache auswählen konnte, so wenig konnte es die Werte und Lebensweise aussuchen, in der es aufwächst. So haben wir eine bunte Welt verschiedener Denk- und Lebensweisen: verschleierte Frauen, Miss World, Kastensystem, Gleichberechtigung, Yin und Yang, Beten, Meditieren, Bibel, Koran, harmonisches Ganzes, Naturgötter, ...
 
Keiner kann was dafür, wo er geboren wurde und die entsprechende Sprache und Weltanschauung gelernt hat.
 
Als die Reisegeschwindigkeit noch bei einer Pferdestärke lag, regelten sich Probleme lokal. Glasfaserleitungen, Funk und Satelliten arbeiten für die, die es verstehen, die globalisierende Welt für sich zu nutzen. Der Rest kuckt zu und fliegt vielleicht mal in ein exotisches Land in den Urlaub.
 
Nach der Welternährungsorganisation stieg in 2008 die Zahl der hungernden Menschen auf ca. 963 Millionen. Das ist jeder siebte Mensch auf der Erde! Quelle: http://www.fao.org/news/story/en/item/8836/icode/
Zur Visualisierung: Stellen Sie sich jeden siebten Menschen, den Sie heute sehen, als kränklichen Hungernden vor. (In 2009 ist die Anzahl der hungernden Menschen weiter gestiegen)
 
Hunger entsteht selten dadurch, dass es einfach zu wenig Nahrung gibt. Es sind soziale, politische und ökonomische Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass die Nahrung zuweilen nicht zu denjenigen gelangt, die sie brauchen.
 
Es sind die historisch lokal gewachsenen Denk- und Machtstrukturen, die zu diesen Ergebnissen führen, die wir als Weltgemeinschaft nicht akzeptieren dürfen. 
 
Wir müssen die Denk- und Lebensweise entwickeln, die einer immer stärker vernetzten Welt gerecht wird. Wir sollten uns auf gemeinsame Ziele und messbaren Erfolgsfaktoren konzentrieren anstatt uns durch die historisch gewachsenen Unterschiede gegenseitig zu blockieren.
 
Wie gesagt, eine Gemeinsame Bewusstseinskultur könnte so ein Ziel sein, die Leidensreduzierung und Schwarmleistungszahl eignen sich als messbare Erfolgsfaktoren und die Entwicklung des Kommunikationswerkzeug Schnittmenge ist die Voraussetzung, damit eine Gemeinsame Bewusstseinskultur überhaupt möglich wird.  

 

Als Frage formuliert:

Wie muss das Kommunikationswerkzeug "Schnittmenge" gestaltet werden, damit in der Welt
      a) der ideologische Kampf entschärft wird,
      b) eine pragmatische Leidensreduzierung priorisiert wird und
      c) die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft erhöht wird?


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5.) Aktion