Ideologischen Kampf entschärfen

. Standpunkt von Gruppe: Gemeinsame Bewusstseinskultur
Überarbeitet von Schnittmenge am 16. Januar 2009 - 10:10

Das Ziel "Ideologischen Kampf zu entschärfen " ist für das Projekt "Gemeinsame Bewusstseinskultur" folgendermaßen definieren:

 

"Eine Idee, die jemand als Richtig oder gar als Wahrheit bezeichnet und sich damit im Recht fühlt Menschen mit einer anderen Idee mit Gewalt zu bekämpfen, betreibt einen "Ideologischen Kampf".


Die Anzahl der Opfer, die bei diesem ideologischem Kampf entstehen müssen weniger werden."

 

 

Basierend auf dieser Definition ist eine Bekämpfung von al-Qaida gerechtfertigt, da dadurch die Anzahl der Opfer geringer sein wird, als wenn man gegen al-Qaida nicht vorgehen würde. Nichts überraschendes.

 

Jedoch öffnet diese Definition ein neues Bewertungskriterium:

  • Hat die Invasion der USA in den Irak (2003) die Opferzahl erhöht oder erniedrigt, als wenn sie nicht einmarschiert wäre? Wenn die Opferzahl eines diplomatischen Weges geringer gewesen wäre, so war die Invasion der USA ein Fehler.
  • Ein weiteres Beispiel: Ein Embargo über ein Land ist nur dann gerechtfertigt, wenn damit die Anzahl der Opfer aus dem betriebenen "Ideologischen Kampf" reduziert wird. Wie oft war leider zu sehen, dass gerade Embargos unschuldige Kinder in den Tod trieben und die, die es treffen sollte im Luxus lebten.

 

 

Zusammenfassend:

Eine "Gemeinsame Bewusstseinskultur" toleriert unterschiedliche Ideen und sublimiert den "Ideologischen Kampf" auf einen diskursiven Prozess. Die Aufmerksamkeit wird auf das gemeinsame Ziel "Minimierung der Opfer" ausgerichtet, womit die ideologischen Unterschiede an Schärfe verlieren.