Diskurs-Consenser vom Projekt FREIER WILLE?

  


Beschreibung des Diskurs-Projektes
Verantwortlicher: Manager der Projekt-Gruppe
Zur Anmeldung =>
Klicken Sie bitte auf den Umschalter

Hat der Mensch einen freien Willen?

<= Zur Gruppe
Beschreibung der Projekt-Gruppe vom Diskurs: Themenkreis:
Überarbeitet von Schnittmenge am 10. November 2010 - 10:29
Hat der Mensch einen freien Willen?

Der technische Fortschritt, erlaubt es dem Gehirn bei der Arbeit zuzusehen und produziert Daten, die interpretiert werden müssen. Führende Gehirnforscher interpretieren diese "Daten" als Beweis, dass wir keinen "Freien Willen" haben und widersprechen damit unser Lebenserfahrung.

Leider muss man manchmal feststellen, dass bei dem Thema "Freien Willen" einfach aneinander vorbeigeredet wird. Deshalb werden Sie, Gehirnforscher, Philosophen, Psychologen, Ärzte, Interessierte, ... , gebeten sich in den Diskurs-Consenser "Freien Willen" einzubringen. Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • SOFORT: Schreiben Sie Kommentare auf  die roten Meinungens-Beiträge (Bedarf keiner Registrierung)
  • ALS MITGLIED: Äußern Sie ihre M Meinung (Bitte zuvor registrieren und anmelden)
  • KRÄFTE BÜNDELN: Gruppieren Sie sich mit ° Gleichgesinnten (zum Gruppenverzeichnis ») und vertreten den gemeinsamen Standpunkt aus der Sicht der Gruppe.

 

Denn nur wenn Ihre Position von anderen verstanden wird, kann diese in einem Diskurs mit berücksichtigt werden. Nur so kann ein gemeinsamer <> Concens gefunden werden, der von allen getragen werden kann.



Aktueller Consens des Diskurses
Verantwortliche: Jeder Teilnehmer des Diskurses

FREIEN WILLEN?

Aktueller Consens vom Diskurs-Projekt: Themenkreis:
Überarbeitet von Schnittmenge am 10. Oktober 2011 - 9:55

Neurowissenschaft

Die Gehirnforschung untersucht das Gehirn mit der Vorannahme eines deterministischen Weltbilds. Diese Vorannahme ist notwendig, denn nur so können neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns gewonnen werden. Der aktuelle Forschungsstand kann keinen „Freien Willen“ beweisen.

Geisteswissenschaft

Geist und Willensfreiheit sind historisch gewachsene Begriffe. Auf die Vorannahme, dass der Mensch einen „Freien Willen“ hat, baut z. B. unser Rechtssystem auf. Unsere Erfahrung deuten auf die Existenz eines freien Willens hin, so wie wir jeden Tag sehen, dass die Sonne auf- und untergeht. Aus der Beobachterspektive einer Person ist es nicht möglich zu erkennen, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Aus der Beobachterspektive einer Person erscheint es den meisten, dass es einen „Freien Willen“ gibt.

Resümee

Je nach Kontext und Beobachterperspektive kann es nützlich sein einen „Freien Willen“ anzunehmen oder auch nicht. Wichtiger als die Antwort, ob es einen „Freien Willen“ gibt, ist die Offenheit gegenüber anderen Perspektiven. Es gibt Fragen, die wir durch eine gezielte fachübergreifende Zusammenarbeit besser lösen können, als durch den Streit, welche Vorannahmen, denn die richtige Ausgangsbasis wäre. Beispiel für Fragen, wo eine gezielte Zusammenarbeit wünschenswert wäre:
• Wie sollten wir mit Straftäter umgehen?
• Wie sollten wir unsere Kinder erziehen?
• An welchen „Stellschrauben“ dürfen wir drehen und von welchen sollten wir aus ethischen Gründen unsere Finger lassen.




Standpunkt von Gruppe: Hat der Mensch einen freien Willen?
Verantwortliche: Alle Gruppen-Mitglieder

Der Weg in die Freiheit ?

. Standpunkt von Gruppe: Hat der Mensch einen freien Willen?
vom Diskurs-Projekt: Themenkreis:
Verfasst von Schnittmenge am 22. Dezember 2010 - 11:45.
0
Stimmen

 Voraussetzung (Umweltvoraussetzung)

Ohne Luft, kein Leben; ohne Körper, kein Gehirn; ohne Gehirn, keine Gedanken, ganz banal sind wir Menschen von bestimmten Voraussetzungen abhängig.

 

Determiniertheit (Operative Angeschlossenheit)

Eine Person und in Form eines Menschen u.a. das Ergebnis seiner Vergangenheit. Bsp.: der nächste Gedanke schließt an den vorherigen Gedanken operativ an; der nächste Schritt schließt da an, wo jemand gerade steht und nirgendswo anders

 

Möglichkeiten (Komplexität)

Von da aus, wo wir gerade stehen, können in eine beliebige Richtung schreiten, hüpfen, krabbeln, ... . Weiteres Beispiel, Sie können zwischen verschiedenen Parteien wählen, oder auch gar keinen Stimmzettel abgeben, aber beides können Sie nicht: Wählen und gleichzeitig nicht wählen – Ob diese Entscheidung determiniert ist oder nicht, ist hier die Frage?

 

Freiheit (Doppelte Kontingenz)

Zufall entsteht und damit das Ende der Determiniertheit, wenn zwei Personen versuchen die Perspektive des anderen in die eigene Perspektive mitzuberücksichtigen. Denn eine Person kann keine andere Person in sich komplett widerspiegeln, sondern wir haben nur ein vereinfachtes Modell des anderen, was niemals an das Original herankommt. Zwischen Modell und Original passt der Zufall, der bei der Interaktion zwischen Personen zutage kommt. 

 

Peanuts

Quelle: http://comics.com/peanuts/2008-09-14/

Mehr Details: Die Interaktion: Brücke zwischen Determiniertheit und Freiheit

 

Ausgangsbasis luhmannische Systemtheorie

Ausgangsthese: Der Weg in die Freiheit geht über vier Stationen: Umweltvoraussetzung, Operative Angeschlossenheit, Komplexität und Doppelte Kontingenz  weiterlesen »



Verantwortliche: Alle Gruppen-Mitglieder

Die Interaktion: Brücke zwischen Determiniertheit und Freiheit

. Standpunkt von Gruppe: Kommunikationswerkzeug "Schnittmenge"
Überarbeitet von Schnittmenge am 15. November 2010 - 17:19
0
Stimmen

Selbst wenn unsere Gehirne und damit Personen determiniert wären, entsteht trotzdem in der Interaktion zwischen Menschen Freiheit.

 

Begründung:

In einer Interaktion könnte man meinen, dass Person A die Person B direkt beeinflussen (manipulieren) kann und umgekehrt. Das heißt, eine Person wäre direkt mit der anderen Person gekoppelt. Doch das ist nicht der Fall, denn Person A benutzt ein Modell von der Person B, wie er sich (Person A) verhalten muss, um die gewünschte Reaktion in der Person B zu erzeugen. Manchmal klappt das, manchmal nicht, denn Person B hat ein eigenes Modell von Person A, das der Person B ermöglicht die Absichten von Person A mehr oder weniger gut abzuschätzen. Die Freiheit passt zwischen dem Unterschied zwischen der Determiniertheit der Person A und dem reduziertem Modell von der Person A, das von Person B verwendet wird bzw. umgekehrt.  weiterlesen »



Verantwortlicher: Der Autor

Das Menschenbild von Prof. Dr. Madeja

<= Zur Vollansicht .\
Bild von admin
Kommentieren Sie diese Meinung
vom Diskurs-Projekt: Themenkreis:
Verfasst von admin am 9. November 2010 - 13:05.
2
Stimmen

In der Neurowissenschaft gibt es keinen "Freien Willen", doch die Neurowissenschaft kann nicht beantworten, ob es keinen "Freien Willen" gibt! Das Video erklärt diesen Zusammenhang:

 


"Im Jahrhundert des Gehirns? Möglichkeiten und Grenzen der modernen Hirnforschung"

von Prof. Dr. Michael Madeja (Geschäftsführer der gemeinnützigen Hertie-Stiftung / Neurowissenschaftler Professor an der Universität Frankfurt/Main)

Ganzer Vortrag vom 05.11.2010: VIDEO




Verantwortlicher: Der Autor

Willensfreiheit

<= Zur Vollansicht .\
Kommentieren Sie diese Meinung
vom Diskurs-Projekt: Themenkreis:
Verfasst von SandraSchramm am 8. Januar 2009 - 20:52.
1
Stimme

Der gute alte Schopenhauer hatte wahrscheinlich doch Recht: "DER MENSCH KANN ZWAR TUN, WAS ER WILL, ER KANN ABER NICHT WOLLEN, WAS ER WILL."



Verantwortlicher: Der Autor

Verantwortlicher: Der Autor

Es öffnen sich neue Türen

<= Zur Vollansicht .\
Bild von Schnittmenge
Kommentieren Sie diese Meinung
Verfasst von Schnittmenge am 12. Dezember 2008 - 11:38.
0
Stimmen

Sollte sich das Konzept unserer Determiniertheit der Neurowissenschaftler bestätigen, so haben wir einen kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen allen Menschen gefunden. Auf dieser Schnittmenge kann eine Art „Gehirn-Sprache“ aufgesetzt werden, mit dem Ziel sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken. Mehr dazu HIER »