Dries BuytaertIst der geistige Vater der Open Source Bewegung Drupal.
Am 17.01.2009 sprach Dries Buytaert am deutschen DrupalCamp in Köln vor mehr als 200 Teilnehmern.
Dries Buytaert ist am 19.11.1978 in Belgien geboren. Als Student brachte er sich in die Linux Gemeinschaft ein und experimentierte mit der Technologie. Damit er mit seinen Studienkollegen besser kommunizieren konnte, entwickelte er eine Webseite. Er schrieb jede Zeile des Codes selbst, bis er 2001 die Version 1.0 von Drupal unter der GNU General Public License veröffentlichte. Seitdem fließt das Wissen von anderen in die Entwicklung mit ein, die Community wächst unaufhörlich.
Dank dieser heute großen Gemeinschaft ist Drupal zum Innovationsführer unter den Open Source Web-Content-Management-System (CMS) geworden. Heute programmiert er kaum noch selbst. In 2007 wurde ihm 7 Millionen Dollar Venture Kapital anvertraut, um das Unternehmen Acquia zu starten. Acquire bietet Drupal Services an. Dries Buytaert möchte Drupal zum Linux des Webs machen und hat gute Chance das zu schaffen, denn die Drupal-Gemeinschaft ist die zweit größte Open-Source-Gemeinschaft in der Welt!
Das Besondere an Drupal ist, seine Struktur der Zusammenarbeit. Tausende von Programmierer können sich gleichzeitig an der Entwicklung von Core und Module beteiligt und am Ende steht ein modulares Produkt, dass jeder benutzen kann, was aber keiner alleine hätte entwickeln können.
Durch die Benutzung von freien Standards und Open Source-Technologien unterstützt und erweitert Drupal die Möglichkeiten des Internets um ein Medium, mit dessen Hilfe geografisch getrennte Menschen und Gruppen gemeinsam etwas erstellen, diskutieren und ihre Ideen und Informationen austauschen können. Mit einem Schwerpunkt auf Gemeinschaft und gemeinsamer Arbeit ermöglicht Drupal die Erstellung flexibler Arbeitsumgebungen, Informationssysteme und Communities.
"Open Source führt zu Zusammenarbeit.
Zusammenarbeit führt zu Kommunikation.
Kommunikation führt zu Wachstum und Innovation."
(* 13. November 1941 in Berlin-Pankow) ist ein deutscher Politiker (CDU). Eberhard Diepgen war von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin.
Am 18.09.2009 kam Herr Eberhard Diepgen in den Kreis Deutschsprachiger Führungskräfte (Barcelona) zur der Gesprächsrunde "Deutschland vor der Wahl".
Eberhard Diepgen: Berliner Politikerkanzel 8 "Was mich treibt" - Teil 1 VIDEO
Eberhard Diepgen: Berliner Politikerkanzel 8 "Was mich treibt" - Teil 2 VIDEO
Eberhard Diepgen: Berliner Politikerkanzel 8 "Was mich treibt" - Teil 3 VIDEO
Eberhard Diepgen: Berliner Politikerkanzel 8 "Was mich treibt" - Teil 4 VIDEO
http://www.berlin.de/rbmskzl/rbm/galerie/eberhard_diepgen.html
Weniger Einbürgerungen - ein Problem?
Nein, niemand muss Deutscher werden weiterlesen
(* 25. März 1941 in Wien) ist ein österreichischer Politiker der ÖVP und ehemaliger Vizekanzler. Von Januar 2002 bis Juni 2008 war er Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa der EU.
Am 06.07.2009 sprach Dr. Erhard Busek in Barcelona über das Thema: "Mitteleuropa - Perspektiven"
Seine politische Laufbahn begann Busek 1964, bald nach Abschluss seines Studiums an der Universität Wien, als zweiter Klubsekretär der ÖVP im Parlament.
- 1969-72 stellvertretender Generalsekretär und
- 1972-76 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes.
Während der Kanzlerschaft von Bruno Kreisky wurde er 1975/76 zum ÖVP-Generalsekretär bestellt und wechselte 1976 zur Wiener Landespartei, welcher er zu Beginn der Umweltschutz-Bewegung ein grünes Image gab („bunte Vögel“). Bis 1989 war er Landesparteiobmann der Wiener ÖVP, 1978-87 Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter von Wien.
1989 wurde Busek als Bundesminister für Wissenschaft und Forschung in die österreichische Bundesregierung unter Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) berufen. 1991 wurde er als Nachfolger von Josef Riegler zum Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) gewählt.
Als Bundesparteiobmann gehörte Busek - wie viele seiner Vorgänger - auch der Regierungsspitze an. Von 1991-1995 war er Vizekanzler in der Großen Koalition mit der SPÖ und gleichzeitig Bundesminister für Wissenschaft und Forschung (bis 1994) sowie Bundesminister für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (1994-1995).
Nach seiner Ablöse an der Parteispitze durch Wolfgang Schüssel im Jahr 1995 widmete er sich verstärkt seinen mitteleuropäischen und kulturellen Interessen und übernahm den Vorsitz des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa. Seit 1996 ist er Koordinator der Southeast European Cooperative Initiative und war 2000-2001 Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung. Seit 1996 ist er Koordinator der South East European Cooperative Initiative (SECI).
2000 - 2002 war er Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung.
Von Januar 2002 bis Juni 2008 war er Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa.
Busek wird zum katholisch-liberalen Flügel der ÖVP gezählt, galt und gilt in seiner Partei als kritischer Intellektueller und ist auch als Publizist tätig. In seinen Publikationen behandelt er vorwiegend die internationale Rolle Österreichs, insbesondere für Mitteleuropa, die Kulturpolitik und die Kooperation mit den östlichen Nachbarländern. Er war bis zur Zeit der Wende 1989 engagiert in der Unterstützung von Dissidentenbewegungen mit denen er nach 1989 in ihren neuen Funktionen über das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (seit 1995 als Präsident) kooperiert. Seit 2000 Präsident des Europäischen Forum Alpbach (EFA), seit 2005 Chairman des Board of Trustees der Erste Stiftung. 1995 übernahm er die Leitung des Gustav Mahler Jugendorchesters (BMJO), wo Claudio Abbado Musikdirektor ist.
Seit 22. Oktober 2004 ist Erhard Busek der erste Rektor der Fachhochschule Salzburg.
Gemeinsam mit ÖVP-Politikern wie Andreas Khol und Herbert Kohlmaier gründete er ein katholisches Laienbündnis, das die Abschaffung des Pflichtzölibats im römisch-katholischen Priestertum und die Weihe von Frauen zu Diakoninnen fordert.
(Quelle: Wikipedia)
Sein letzte Buch erschien 2008 - Eine Seele für Europa : Aufgaben für einen Kontinent
Erhard Buseks Essay handelt von den Fragen, die uns alle im beginnenden 21. Jahrhundert betreffen.
• Wofür steht Europa?
• Was muss geschehen, um die Vielfalt der europäischen Kulturen in einem gemeinsamen Ganzen friedvoll zu vernetzen, ohne diese Vielfalt zu verlieren? Dazu gehört es, zu lernen, wer unsere Nachbarn eigentlich wirklich sind. Dazu gehört auch, sich mit der europäischen Geschichte und der Rolle der Religionen auseinander zu setzen. Und es gehört der Wille dazu, vorhandene Probleme zu lösen. Europa war immer ein Kontinent des geistigen Diskurses. Wie dringend notwendig dieser ist, zeigt sich auch an den aktuellen globalen Auseinandersetzungen. Europa kann einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Entschärfung leisten und den Weg zu einem friedlichen Miteinander weisen. Die historisch gewachsene europäische Vielfalt, die „Seele Europas“, ist dabei ein Trumpf von unschätzbarem Wert.
Weitere Veröffentlichungen:
* Busek/Peterlik, Die unvollendete Republik, 1968, Verlag für Geschichte und Politik
* Busek/Wilflinger, Demokratiekritik - Demokratiereform, 1971
* E. Busek, C. Festa und J. Görner: "Auf dem Weg zur qualitativen Marktwirtschaft", Oldenbourg München 1975, ISBN 3-486-44351-8
* E. Busek (Hrsg.): "Mut zum aufrechten Gang. Beiträge zu einer anderen Art von Politik.", Herold Wien 1983, ISBN
* Erhard Busek, Emil Brix:"Projekt Mitteleuropa", Ueberreuter Wien 1986, ISBN 3-8000-3227-9
* Elisabeth Welzig (Hrsg.): "Erhard Busek - Ein Porträt", Böhlau Wien 1992, ISBN
* Erhard Busek:"Heimat Politik mit Sitz im Leben", Braintrust Wien 1994, ISBN 3-901116-10-9
* Erhard Busek, Rudolf Bretschneider: "Mensch in Wort. Reden und Aufsätze", Ed. Atelie Wien 1994, ISBN 3-85308-004-9
* Rudolf Bretschneider, Peter Bochskanl (Hrsg.): "Mensch im Wort - Erhard Busek - Reden und Aufsätze", Atelier 1994, ISBN 3-85308-004-9
* Erhard Busek:"Mitteleuropa : Eine Spurensicherung", Kremayr & Scheriau Verlag Wien 1997, ISBN 3-218-00633-3
* Erhard Busek (Hrsg.), Martin Schauer: "Eine europäische Erregung. Die "Sanktionen" der Vierzehn gegen Österreich im Jahr 2000. Analysen und Kommentare",Böhlau Verlag 2000, ISBN 3-205-77121-4
* Erhard Busek: "Der Grenzgänger : Festschrift für Hans Marte",Wieser Verlag 2000, ISBN 3-85129-323-1
* Georg Winckler, Konrad P Liessmann, Hans U Erichsen, Erhard Busek: "Die Zukunft der Universität",Wuv 2000, ISBN 3-85114-551-8
* Erhard Busek: "Zentraleuropa Almanach, Ungarn", Molden 2002, ISBN 3-85485-070-0
* Erhard Busek: "Österreich und der Balkan", Molden 2002, ISBN 3-85485-020-4
* Erhard Busek: "Offenes Tor nach Osten", Molden 2003, ISBN 3-85485-092-1
* Erhard Busek, Werner Mikulitsch: "Die europäische Union auf dem Weg nach Osten",Molden 2003, ISBN 3-85129-405-X
* Erhard Busek, Dagmar Abfalter: "Kultur und Wirtschaft", Studien Verlag 2004, ISBN 3-7065-1906-2
* Erhard Busek: "Zu wenig, zu spät. Europa braucht ein besseres Krisenmanagement", edition Körber-Stiftung 2007, ISBN 978-3-89684-131-5
Erhard Busek, als er noch Balkanbeauftragter der EU war. VIDEO
Oberbürgermeister von Köln
Am 17.02.2009 auf Grund der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubliäum der Städtepartnerschaft Barcelona-Köln sprach Herr Fritz Schramma im Rathaus von Barcelona.
Fritz Schramma (* 27. August 1947 in Köln-Nippes) ist ein deutscher Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Köln.
Schramma studierte an der Universität zu Köln Latein, Philosophie, Pädagogik. Er ist Mitglied der CDU und seit 1989 Mitglied des Kölner Stadtrates. Im Oktober 1999 wurde er Erster Bürgermeister von Köln.
Als Oberbürgermeister ist Schramma Mitglied zahlreicher Vereine und Verbände, sowie Schirmherr vieler Veranstaltungen in Köln (Übersicht seiner Mitgliedschaften, Funktionen, Tätigkeiten).
Am 26. Mai 2008 wurde Fritz Schramma in Solingen mit dem Genç-Preis für friedliches Miteinander ausgezeichnet. In der Begründung der Jury wurde neben seinem dauerhaften Einsatz für Integration insbesondere seine Rolle als Vermittler im Kölner Moscheebau hervorgehoben.
Fritz Schramma Oberbürgermeister für alle Kölnerinnen und Kölner
Fritz Schramma – Wikipedia
Stadt Köln
(* 28. Oktober 1932 in Dresden) ist ein deutscher Politiker der FDP und Rechtsanwalt. Er war von 1972 bis 1978 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und von 1978 bis 1982 Bundesminister des Innern.
Am 18.09.2009 kam Herr Gerhart Baum in den Kreis Deutschsprachiger Führungskräfte (Barcelona) zur der Gesprächsrunde "Deutschland vor der Wahl".
Baum entstammt einer großbürgerlichen Familie, sein Vater war Rechtsanwalt. Nach der Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 floh seine Mutter mit den Kindern zunächst an den Tegernsee. Die Familie zog 1950 nach Köln um. Der Vater war in sowjetrussischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Nach dem Abitur 1954 absolvierte Baum ein Studium der Rechtswissenschaft in Köln, welches er 1957 mit dem ersten Staatsexamen beendete. Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst folgte 1961 das zweite Staatsexamen. Er arbeitete danach als Rechtsanwalt in Köln und war dann von 1962 bis 1972 Mitglied der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Seit 1994 ist er wieder als Rechtsanwalt tätig und seit 2007 ist Gerhart Baum Senior-Partner der Kanzlei Baum, Reiter & Collegen, die sich auf Anleger- und Verbraucherschutz spezialisiert hat. So hat Baum die Opfer des Ramstein-Unglücks, die Angehörigen des Concorde-Unglücks und die russischen Zwangsarbeiter gegen die Bundesregierung vertreten.
Gerhart Baum ist in zweiter Ehe verheiratet, hat drei Kinder aus erster Ehe und lebt in Köln. Neben politischen Publikationen veröffentlicht er gelegentlich auch in der Presse Beiträge.
Partei
Seit 1954 ist er Mitglied der FDP. Hier engagierte er sich zunächst bei den Jungdemokraten, deren Bundesvorsitzender er von 1966 bis 1968 war. Von 1966 bis 1998 war er Mitglied im FDP-Bundesvorstand. Von 1970 bis 1990 gehörte er außerdem dem FDP-Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen an. Von 1978 bis 1991 war er Mitglied im Präsidium der FDP und von 1982 bis 1991 Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender.
Gerhart Rudolf Baum gehört innerhalb der FDP zum linksliberalen Freiburger Kreis.
Abgeordneter
Von 1969 bis 1973 war er Mitglied im Rat der Stadt Köln und hier Vorsitzender der FDP-Fraktion. Von 1972 bis 1994 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Baum ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag eingezogen.
Öffentliche Ämter
Am 15. Dezember 1972 wurde er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern in die von Willy Brandt geführte Bundesregierung berufen. Dieses Amt behielt er zunächst auch unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Nach dem Rücktritt von Werner Maihofer wurde er dann am 8. Juni 1978 zum Bundesminister des Innern ernannt. Während seiner Amtszeit als Innenminister führte Baum eine Liberalisierung des von der SPD eingeführten Radikalenerlasses herbei, indem er einen „Verzicht auf die Regelanfrage“ durchsetzte.
Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition trat er am 17. September 1982 gemeinsam mit den übrigen FDP-Bundesministern zurück.
Im Anschluss an seine deutsche Politik-Karriere war Gerhart Baum für die UNO tätig, unter anderem als UNO-Beauftragter für die Menschenrechte im Sudan.
Gemeinsam mit Herta Däubler-Gmelin (SPD) leitet Baum seit 2008 die Ermittlungen zu der Datenschutzaffäre der Deutschen Bahn AG. Dabei kam unter anderem zu Tage, dass die Bahndirektion jahrelang 150.000 Mails pro Tag gefiltert haben soll.[1] Die Ermittlungen führten zu einem Rücktritt des Bahnvorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn, der jedoch eine „politische Kampagne“ gegen ihn als Begründung anführte.
Verfassungsbeschwerden
Am 3. März 2004 entschied das Bundesverfassungsgericht nach Verfassungsbeschwerde unter anderem von Gerhart Baum – neben Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Burkhard Hirsch – in 1 BvR 1084/99, dass große Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Großer Lauschangriff) gegen die Menschenwürde verstoßen und deshalb verfassungswidrig sind. [2] Baum erhofft sich durch das BVerfG-Urteil auch eine Einschränkung der Telefonüberwachung, insbesondere bei Journalisten.
Baum hatte auch mit einer weiteren Verfassungsbeschwerde erneut mit Burkhard Hirsch und weiteren vier Klägern Erfolg. Das Luftsicherheitsgesetz wurde am 15. Februar 2006 vom Ersten Senat des BVerfG im zentralen Punkt für verfassungswidrig und nichtig erklärt. Ein Abschuss von Passagiermaschinen im Entführungsfall verstoße gegen das Grundgesetz, da dies weder mit dem Grundrecht auf Leben noch mit der Garantie der Menschenwürde vereinbar wäre. (Az.: 1 BvR 357/05) [3]
Eine Verfassungsbeschwerde gegen die durch das nordrhein-westfälische Verfassungsschutzgesetz legalisierte Online-Durchsuchung hatte ebenfalls Erfolg. Am 27. Februar 2008 wurde die betreffende Regelung für verfassungswidrig erklärt.
Derzeit läuft eine weitere Verfassungsbeschwerde gegen die im November 2007 beschlossene Vorratsdatenspeicherung.[4] (Az.: 1 BvR 263/08)
Kulturelles Engagement
Baum ist ein Förderer der Neuen Musik und außerdem ein engagierter Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.[5] So wandte sich Baum gegen den geplanten Entzug der Förderung des SWR der Donaueschinger Musiktage, dem wichtigsten Musikfestival für Neue Musik, durch den Intendanten Peter Voß.[6] Ebenso setzte er sich 2004 für das weitere Bestehen des SWR Vokalensembles ein,[7] das in der Fachwelt zu den besten Chören der Welt gezählt wird.[8] Baum ist Mitglied im Kuratorium der „Donaueschinger Musiktage“, im Vorstand der Kölner Ausstellungshalle „Fuhrwerkswaage“ und unterstützte auch maßgeblich die umstrittene RAF-Ausstellung in den Kunst-Werken Berlin.[9] Am 1. Juli 2005 wurde er zum neuen Sprecher des Kulturrates NRW in Köln gewählt.[10]
Auszeichnungen
Gerhart Baum wurde 2008 „wegen seines unermüdlichen Engagements zur Stärkung und Sicherung der Bürger- und Freiheitsrechte“ mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet.[11] 2006 wurde er von der Verlagsgruppe markt intern und kooperierenden Verbänden zum Kustos des mittelständischen Unternehmertums [12] ernannt. 2009 erhielt er den Erich-Fromm-Preis wegen seines Eintretens für die Menschenrechte und die im Grundgesetz verbürgten Grund- und Freiheitsrechte sowie in Anerkennung für sein „mutiges Vorgehen gegen ein unverhältnismäßiges Sicherheitsstreben [...] das in Wirklichkeit die ‚Furcht vor der Freiheit‘ (Erich Fromm) verstärkt und das Vertrauen in die Freiheitsrechte zerstört.“[13]
Veröffentlichungen (Auswahl)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Baum | Stand: 16.09.2009
Gnadenlos - Notstand für unsere Grundrechte VIDEO
Im Podcast vom Computer:club2 zeigt sich Herr Gerhart Baum bereit Gespräche mit der Piratenpartei aufzunehmen. Hören Sie selbst
Gerhart R. Baum: Der Unermüdliche
Geplant hatte er seine Karriere in der Politik nicht, aber schon als Student setzte er sich für die Rechte der Schwächeren ein. Als UNO-Beauftragter kämpfte er für die Menschenrechte im Sudan und auch heute verteidigt Gerhart Baum als Rechtsanwalt die Grundrechte seiner Mandanten. Im karriereführer spricht er über Streitkultur, Engagement und die Fähigkeiten, die Hochschulabsolventen heutzutage mitbringen müssen, um erfolgreich zu sein. Die Fragen stellte Meike Nachtwey. Weiterlesen
Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Jesús-María Silva Sánchezist Professor für Strafrecht an der Universidad Pompeu Fabra.
Am 25.05.2009 sprach Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Jesús-María Silva Sánchez in Barcelona zum Thema "Ende des Bankgeheimnisses".
Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Jesús-María Silva Sánchez zeichnet sich durch seine Forschungs- und Lehrtätigkeiten in Spanien, Latainamerkia und Deutschland aus. Sein Schwerpunkt ist das Strafrecht.
Er ist Autor vieler Veröffentlichungen und ist ein guter und bliebter Redner.
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(* 24. Januar 1940 in Rostock) ist Pfarrer, Mitbegründer des Neuen Forums und Vorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. Er war in der sogenannten „Gauck-Behörde“ (offiziell BStU) der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
Am 30.10.2009 sprach Herr Gauck in Barcelona zum Thema "20 Jahre nach dem Mauerfall"
Gauck studierte von 1958 bis 1965 in seiner Heimatstadt Rostock Theologie und arbeitete danach zunächst als Vikar, nach seiner Ordination als Pastor in Lüssow (Kreis Güstrow) und ab 1971 in Rostock-Evershagen. Zusätzlich war er als Stadtjugendpastor in Rostock tätig. Zwischen 1982 und 1990 war er der Leiter der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg.
Als sich 1989 der Widerstand gegen die Regierung in der Bevölkerung formierte, wurde Gauck Mitglied des Neuen Forums Rostock, zu dessen Sprecher er bald avancierte. Er leitete die wöchentlichen Gottesdienste und führte die anschließenden Groß-Demonstrationen an.
Ab März 1990 bis zur Auflösung der DDR im Oktober desselben Jahres vertrat Gauck als Abgeordneter das Neue Forum in der Volkskammer. Dort übernahm er die Leitung des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)/Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) und wurde zu einem der Initiatoren des Stasiunterlagen-Gesetzes der Volkskammer. Am 2. Oktober 1990, dem letzten Tag des Bestehens der DDR, wurde der parteilose Gauck von der Volkskammer zum Sonderbeauftragten für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR gewählt und am Tag darauf von Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Bundeskanzler Helmut Kohl als Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes in dieser Funktion bestätigt. Mit der Verabschiedung des Stasi-Unterlagengesetzes im Dezember 1991 wechselte die Bezeichnung dieses Amtes noch einmal: Gauck war jetzt Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Die 2000-Mitarbeiter-Behörde wird, aufgrund ihres sperrigen offiziellen Titels, umgangssprachlich oft nach ihrem Leiter als „Gauck-Behörde“ bezeichnet. Die erste Amtszeit dauerte bis 1995, Gauck wurde danach für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Da dieses Amt per Gesetz nur zwei Amtszeiten lang bekleidet werden darf, stellte sich Gauck 2000 nicht einer Wiederwahl. Seine Nachfolgerin im Amt wurde Marianne Birthler. Angebote als Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung oder als Bundestagsabgeordneter für die SPD lehnte der Parteilose ab, so dass er seit 2000 keine politischen Ämter mehr besitzt. Er ist Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen – für Demokratie. Sich selbst sieht er als „linken, liberalen Konservativen“. Er ist Mitglied des Verbandes Atlantik-Brücke e.V.
Gauck setzte sich während seiner Amtszeit stets dafür ein, wesentliche Täter zu ermitteln und die Opfer zu schonen. Er sprach sich erfolglos dagegen aus, die Verjährungsfrist für mittelschwere Straftaten aus der DDR-Zeit, die ursprünglich am 31. Dezember 1997 auslaufen sollte, zu verlängern, da er nicht genügend Erfolge bei der Aufklärung sah. Auch sprach er sich ein Jahr später dagegen aus, die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit zu beenden, da noch immer eine große Zahl von Anträgen auf Akteneinsicht in seiner Behörde unbearbeitet geblieben waren. „Erinnerung“, so Joachim Gauck in der Süddeutschen Zeitung vom 13. Oktober 1997, „ist ein therapeutischer Prozess. Nur so kann man lernen.“
Gauck hat vier Kinder. Ein Sohn stellte 1983 einen Ausreiseantrag und ist 1987 mit seiner Familie nach Hamburg ausgereist.
Quelle: Wikipedia 4.11.2009
(* 9. Juni 1930 in Barcelona) ist ein katalanischer Politiker und war von 1980 bis 2003 Regierungschef Kataloniens (Präsident der Generalitat de Catalunya) sowie bis 2003 Vorsitzender der Partei Convergència i Unió.
Am 27.04.2009 lud Herr Jordi Pujol Herr Josef Janning in den Kreis "CENTRE D'ESTUDIOS JORDI PUJOL" ein.
Der gelernte Mediziner Jordi Pujol arbeitete bereits unter dem Regime Francos in der katalanischen Opposition und wurde 1960 zu sieben Jahren Haft verurteilt, allerdings bereits nach zweieinhalb Jahren entlassen. 1974 gründete er die nationale katalanische Partei Convergència Democràtica de Catalunya, die seit 1979 zusammen mit der Unió Democrática de Catalunya die Convergència i Unió bildet. Er wurde 1980 zum Regierungschef Kataloniens gewählt und wurde 1984, 1988, 1992, 1995 und 1999 in diesem Amt bestätigt. Zur Wahl 2003 legte er seine politischen Ämter nieder. 2005 gründet Herr Jordi Pujol i Soley die Stiftung Centre d'Estudis Jordi Pujol (CEJP).
Josef Janning(*1956) Leiter Themenfeld "Internationale Verständigung" in der Bertelsmann Stiftung.
(Foto: Erste Person von links)
Am 27.04.2009 wurde Herr Josef Janning in den Kreis "CENTRE D'ESTUDIOS JORDI PUJOL" eingeladen. Herr Janning sprach zur europäischen Krise aus Blickwinkel von Deutschland. »
Politikwissenschaftler:
Herr Josep-Lluís Carod-Rovira ist Politiker und Anhänger der Ideologie der katalanischen Unabhängigkeit.
Am 30.01.2009 kam Herr Josep-Lluís Carod-Rovira in den Kreis Deutsche Führungskräfte (Barcelona) auf einen Kaffee.
Generalsekretär der Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) 1996–2004
Erster Minister der katalanischen Regierung 2003–2004
Parteivorsitzender der ERC 2004–2008
Das politische Ziel von Herr Josep-Lluís Carod-Rovira ist ein Katalonien als Staat.
Siehe Interview in der FAZ "Katalonien braucht einen eigenen Staat"
Siehe Beitrag des Deutschlandfunks "Nation Katalonien"
Klicken Sie auf den Zellen-Binder "Josep-Lluís Carod-Rovira" und zu allen Beiträgen und Diskussionen.
(* 17. März 1942 in Bonn) war ein Krisenmanager, der vornehmlich von der Deutschen Bank eingesetzt wurde.
Am 18.09.2009 kam Herr Kajo Neukirchen in den Kreis Deutschsprachiger Führungskräfte (Barcelona) zur der Gesprächsrunde "Deutschland vor der Wahl".
Nach Besuch der Volks- und Handelsschule absolvierte Neukirchen zunächst eine kaufmännische Ausbildung, bevor er auf dem zweiten Bildungsweg die Hochschulreife erlangte und ab 1964 in Bonn Physik und Volkswirtschaft studierte.
Die Deutsche Bank, speziell das damalige Vorstandsmitglied Ronaldo Schmitz, setzten Neukirchen vorzugsweise als Krisenmanager für angeschlagene Unternehmen ein.
1987 bei der Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 1992 als Vorstand bei der Hoesch AG bis zur Fusion mit Krupp, Anfang 1993 bei der FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG und 1993 bei der Metallgesellschaft.
Hier endete seine Managementarbeit (2002). Sein Vertrag als Vorstandsvorsitzender wurde, auf Betreiben des größten Einzelaktionärs Dr.Otto Happel, nicht verlängert. Neukirchen erhielt eine Abfindung von 15 Millionen Euro (Auszahlung der Bezüge des bis 2006 laufenden Vertrages, Auto, Fahrer und Sekretärin).
Zur Zeit ist er Beirat einer Private-Equity-Gesellschaft, Vorstand der Ingrid-zu-Solms-Stiftung (Stiftung zur Förderung weiblicher geistiger Eliten), Aufsichtsratsvorsitzender der Sixt AG sowie Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke Düsseldorf AG.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Josef_Neukirchen
Was macht eigentlich Kajo Neukirchen? Herausgereckte Brust, Raubtierlächeln, wenn nötig ein kerniger Spruch. Kajo Neukirchen, Deutschlands berüchtigtster Unternehmenssanierer, kultiviert auch mit 67 Jahren, was ihn berühmt gemacht hat. Weiterlesen »
Kajo trifft Obama
Die Finanzkrise eröffnet Chancen für einen neuen Typus von Aufräumer. Saniererqualitäten sind gefragt. Sture Kostenschleifer, die nicht auch Hoffnung stiften können, bleiben trotzdem außen vor. Weiterlesen »
(* 7. Mai 1963 in Hannover) ist ein deutscher Manager. Claassen ist Vorsitzender der BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“, Mitglied der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie ehemaliger Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Seit November 2001 ist Claassen Honorarprofessor an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Er ist zudem Mitglied des Stiftungsrates der Georg-August-Universität Göttingen.
Vortrag im KDF zu Thema: "Mut zur Wahrheit. Wie wir Deutschland sanieren können"
Karriere
Mit 17 legte Claassen an der Helene-Lange-Schule in Hannover das Abitur mit einem herausragenden Ergebnis ab (offiziell 1,0). Die Punktezahl des Abiturs wurde von populären Medien in die Note "0,7" umgerechnet, da das Abitur deutlich besser war, als für eine 1,0 mindestens erforderlich. 1981 wurde er deshalb von Joachim Fuchsberger in die ARD-Ratesendung Auf Los geht’s los eingeladen. Nach dem Studium an der Universität Hannover (Diplom-Ökonom, 1985) und an der University of Oxford (1985-1987) und Promotion (1989) in Hannover war Claassen bei McKinsey (1987-1989), Ford Europa (1989-1992), Volkswagen AG (1992-1994), Seat (1994-1997), der Sartorius AG (1997-2003) und der EnBW (2003-2007) tätig. Claassen hat, zumindest nach seinen Angaben, wobei dies - auch was den behaupteten Sanierungsbedarf angeht - umstritten ist, die Firmen Seat, Sartorius AG und EnBW "saniert". Da diese Umstrukturierungen teilweise mit erheblichen Entlassungen erreicht wurden, sind seine Tätigkeiten auch umstritten. Claassen hat mehrere Ämter in Verbänden inne, u. a. bei SPECTARIS, an dessen Neuausrichtung er mitwirkte, und als Vorsitzender der BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“. Zusätzlich engagiert sich Claassen ehrenamtlich, u. a. als mehrjähriger Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Stiftung „Urgeschichtliches Museum Blaubeuren/Galerie 40tausend Jahre Kunst in Blaubeuren“ und als Mitglied des Vorstandes der Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung.
McKinsey
Im Zeitraum 1987 bis 1989 war Claassen als Associate, später als Senior Associate in Projektleiterfunktion, bei der Unternehmensberatung McKinsey & Co. tätig.
Ford Europa
Claassen betätigte sich bei Ford of Europe u. a. als verantwortlicher Controller und Mitglied des ersten Simultaneous Engineering-Teams mit bereichsübergreifenden Maßnahmen.
Volkswagen AG
Claassen war ab 1993 Mitglied des Management des Volkswagen-Konzerns. Als offizieller Vertreter für den Markenvorstand Controlling und Rechnungswesen war Claassen Mitglied des Arbeitskreises zur Vorbereitung der Markenvorstandssitzungen und nahm verschiedentlich an den Sitzungen des Markenvorstandes teil.
Am 16.Juni 1992 trat Claassen als Hauptabteilungsleiter Funktionales Controlling in die Volkswagen AG ein, ab dem 1. Dezember 1992 war er Hauptabteilungsleiter im Bereich Controller Forschung und Entwicklung, ab dem 1. Juni 1993 leitete er den neu geschaffenen Bereich „Controlling Produktlinien“; ab dem 10. Juni 1993 war er Vertreter des Markenvorstandes Controlling und Rechnungswesen. Mit Wirkung zum 1. Juli 1993 wurde Claassen zum Bereichsleiter im Geschäftsbereich Controlling und Rechnungswesen ernannt und am 1. September 1993 in den oberen Führungskreis berufen.
Seat
Als Finanzvorstand und Vertreter des Präsidenten der Seat S.A. sanierte er ab 1994 das Tochterunternehmen.
Sartorius AG
Als Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG hatte Claassen von 1997-2002 auch diverse Board- und Aufsichtsratsmandate im In- und Ausland inne.
EnBW
Bei EnBW löste er am 1. Mai 2003 Gerhard Goll als Vorstandsvorsitzenden ab. Entgegen den Prognosen des Geschäftsberichtes 2002 fand er nach seinen - sehr umstrittenen - Aussagen ein höchst defizitäres Unternehmen vor.
Claassen wurde in der Folge vorgeworfen, nach seinem Amtsantritt die Lage des Konzerns schlechtgerechnet haben zu lassen, um sich dann als großer, erfolgreicher Sanierer darstellen zu können. Er geriet ins Visier der Staatsanwaltschaft, nachdem er nach seiner Amtsübernahme im Mai 2003 im Zwischenbericht Abschreibungen von einer Milliarde Euro auf Beteiligungen gebildet hatte, um nach eigenen Angaben die „Altlasten“ seines Vorgängers Gerhard Goll zu bereinigen. Als Claassen seine erste Halbjahresbilanz im August 2003 vorlegte, klaffte darin plötzlich ein Milliardenloch. Geschuldet sei es den neuen internationalen Bilanzregeln und diversen Altlasten, erläuterte der neue Vorstandschef. Bei den Vorwürfen ging es u. a. um eine 29,9-Prozent-Beteiligung an den Stadtwerken Düsseldorf, die 2001 für knapp 450 Millionen Euro erworben wurde. Nach seinem Amtsantritt musste Claassen diese Beteiligung bilanziell um 208 Millionen Euro, nahezu die Hälfte, abwerten, um der noch von Goll entschiedenen Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IAS zu entsprechen. Die Staatsanwaltschaft Mannheim leitete daraufhin im Jahr 2005 ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen Claassen wegen des Verdachts der Bilanzfälschung ein. Gegen Goll und drei weitere Vorstandsmitglieder des früheren Vorstandes war schon im Jahr 2004 aufgrund des Verdachts der Bilanzfälschung ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil sie die Zahlen für das Jahr 2002 geschönt haben könnten. Die Ermittlungen gegen Goll wurden im Februar 2006 eingestellt, die gegen Claassen am 17. Mai 2006.
Im April 2005 wurde bekannt, dass der Manager 2004 ca. 4,17 Millionen Euro Gehalt erhielt. Das Unternehmen hatte auf Initiative von Claassen hin im Sinne höchstmöglicher Transparenz für das Geschäftsjahr 2004 erstmals individualisierte Vorstandsvergütungen veröffentlicht, obwohl hierfür ein gesetzlicher Zwang noch nicht vorlag.
Weil Claassen sechs Mitglieder der baden-württembergischen Landesregierung sowie einen Staatssekretär des Bundes, die sämtlich im Amt mit der EnBW in Kontakt standen, persönlich zu Spielen der Fußballweltmeisterschaft 2006 einlud, ermittelte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen ihn wegen Vorteilsgewährung. Das Verfahren ging durch mehrere Instanzen bis vor das Landgericht Karlsruhe. Claassen wurde am 28. November 2007 vom Vorwurf der Vorteilsgewährung in allen sieben Fällen vollumfänglich freigesprochen. Am Ende des Verfahrens bezeichnete Claassen das Urteil als einen Sieg für den Sport, für das Sportsponsoring und dafür, dass auch künftig noch ein angemessener Kontakt und Diskurs zwischen Politik und Wirtschaft im gesellschaftlichen Rahmen möglich sei. Die Verfahren gegen die beiden Politiker, die das Angebot annahmen, wurden gegen Zahlung einer Geldauflage von jeweils 2500 Euro eingestellt.
Utz Claassen verließ, gemäß seinen Angaben, das Unternehmen am 30. September 2007 auf eigenen Wunsch vor dem Ende der offiziellen Vertragslaufzeit. Sein außergewöhnlich hohes Übergangsgeld wurde in der Öffentlichkeit heftig kritisiert und führte schließlich zu einer Kürzung künftiger EnBW-Übergangsgelder und Pensionszahlungen auf ein Drittel des an Claassen zu zahlenden Betrages.[1] Kritik an Claassens Führungsstil drang von Seiten seiner Mitarbeiter und Geschäftspartner wiederholt an die Öffentlichkeit. So wird behauptet, er habe bis zu 20 PR-Berater beschäftigt, die ihm unter anderem öffentlichkeitswirksame Auftritte bei Sabine Christiansen (Fernsehsendung) und anderen Talkshows beschafften.[2]
Cerberus
Wie der Presse zu entnehmen war, wird Utz Claassen künftig für den amerikanischen Finanzinvestor Cerberus arbeiten. Als Principal Senior Advisor wird er Cerberus dabei beraten, in Deutschland und anderswo das Geschäft weiter auszubauen sowie Investitionsmöglichkeiten beurteilen.[3]
Sportfunktionär
Claassen war im Jahr 1997 für einige Monate Präsident von Hannover 96. Bei Trainer, Spielern und Fans stieß Claassens Sanierungsplan für den Fußballverein auf starken Widerstand. Nachdem Claassen den Manager des Vereins, Franz Gerber, gegen den er auch erfolgreich verschiedene einstweilige Verfügungen erwirkte, fristlos entlassen hatte, wurde er aus dem Vereinsumfeld heraus massiv bedroht; es kam sogar zu Morddrohungen. Claassen selbst kam auf Empfehlung der Sicherheitsbehörden fortan mit Bodyguards ins Stadion. Zudem gab es dabei massiven Polizeischutz. Im Herbst 1997 trat Claassen nach einer mit großer Spannung erwarteten Rede auf der Mitgliederversammlung zurück. Sein Nachfolger Martin Kind führte den in der Regionalliga verharrenden zweimaligen deutschen Meister auf Anhieb in die 2. Bundesliga und später im Jahr 2002 in die Bundesliga.
Unter Claassen veranlasste die EnBW im Januar 2005 den Karlsruher SC, seinen neuen Cheftrainer Reinhold Fanz zu entlassen. Der Cheftrainer war erst eine Woche zuvor berufen worden. Die EnBW hatte damit gedroht, den laufenden Sponsorenvertrag nicht mehr zu erneuern, falls Fanz weiter für den KSC tätig bleibe. Den Hintergrund bildet eine sieben Jahre zurückliegende Auseinandersetzung zwischen Fanz und Claassen bei Hannover 96: Fanz war damals Trainer und Claassen der Präsident des Fußballklubs. In einem Interview der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hatte Fanz dem Klubpräsidenten sämtlichen Fußball-Sachverstand abgesprochen und der Lüge bezichtigt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Utz_Claassen | Stand: 16.09.2009
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Utz Claassen: "Politik bekämpft Schulden mit Schulden"
Der frühere EnBW-Chef Utz Claassen über die Fehler in der Krisenbewältigung und die Belohnung schlechter Manager. Weiterlesen
Utz Claassen und die Tücken der Intelligenz
Er wirft anderen Versagen vor, erinnert sich selbst aber nur an Fahrfehler. Er prangert Gier an und streitet um viel Geld. Er sagt, er vermisse die Macht nicht – und drängt mit einem provokanten Buch wieder ans Licht der Öffentlichkeit. Ein Versuch der Enträtselung des Utz Claassen, früh verrenteter Ex-Wirtschaftsboss. Weiterlesen
GISMA Business School
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Vorsitzender der BDI initiativ ist Prof. Utz Claassen
BDI initiativ - Innovationsstrategien und Wissensmanagement bündelt die Kompetenz von über 50 technologisch führenden Unternehmen in Deutschland, der BDI-Mitgliedsverbände und der BDI-Fachausschüsse. Weiterlesen
Werner Wenning
Am 13.03.2009 sprach Herr Werner Wenning im KDF über die Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung. Link zur Zusammenfassung und Diskussion »
Herr Werner Wenning wurde am 21. Oktober 1946 in Leverkusen-Opladen geboren. Der gelernte Industriekaufmann stellt seit 2002 den Vorsitzenden des Vorstandes der Bayer AG. Sein klassischer Karriereweg führte Werner Wenning auf leitende Posten des Pharma-Giganten in Leverkusen, Lima und Barcelona. Von September 2005 bis September 2007 war er Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). 2006 war er Initiator der Übernahme der Berliner Schering AG durch Bayer. 2007 wurde er vom Manager Magazin zum Manager des Jahres 2007 in Deutschland gewählt. 2008 wurde er in den Aufsichtsrat der Deutsche Bank AG gewählt.
Videos:
DW-TV 02.02.2009: Interview mit Werner Wenning "Wege aus der Krise" (Davos): VIDEO
BayerTVinternational 16.02.2009: Werner Wenning receives German-American industry prize VIDEO
Bloomberg 03.03.2009: Spotlight - Bayer 4Q Earnings - Bloomberg VIDEO
Links:
Spiegel 2.02.2009: Wir müssen uns vor neuem Protektionismus hüten
"Und wir müssen an den Prinzipien der Freien Marktwirtschaft festhalten."
ksta.de 03.03.2009: Zahlen, die längst nicht mehr zählen
„Etwas Vergleichbares haben wir noch nie gesehen“, fasste Wenning den Umsatzeinbruch in Material Science zusammen und meint „wir sind es gewohnt, nachhaltig zu denken“.
Business-wissen 03.03.2009: Bayer steigert Umsatz und Ergebnis
"2008 war das operativ erfolgreichste Jahr in der langen Geschichte von Bayer"
(* 11. August 1944 in Görlitz) ist ein deutscher Diplomat und seit 2006 Botschafter an der deutschen Botschaft in Madrid, Spanien.
Am 18.09.2009 kam Herr Wolf-Ruthart Born in den Kreis Deutschsprachiger Führungskräfte (Barcelona) zur der Gesprächsrunde "Deutschland vor der Wahl".
| 1965 | Abitur |
| 1965 - 1967 | Zeitsoldat bei der Bundeswehr (Oberstleutnant der Reserve) |
| 1967 - 1971 | Studium der Rechtswissenschaften und der Geschichte in Saarbrücken und am Amherst College, Mass./USA |
| 1971 | 1. Juristische Staatsprüfung |
| 1972 - 1975 |
Justischer Vorbereitungsdienst |
| 1972/3 | Johns Hopkins University Bologna Center und Universita di Bologna |
| 1974 (Sept - Dez) | Deutsche Handelskammer Barcelona |
| 1975 | 2. Juristische Staatsprüfung |
| 1975 - 1977 | Attaché Ausbildung im Auswärtigen Amt |
| 1977 | Promotion zum Dr. jur. |
| 1977 - 1979 | Botschaft Khartoum |
| 1980 - 1982 |
Botschaft Buenos Aires, Leiter der Rechts- und Konsularabteilung |
| 1983 - 1985 | Bundeskanzleramt, stv. RL für Westeuropa und Europäische Einigung/Schengen |
| 1986 | Royal College of Defence Studies in London |
| 1987 - 1989 | Mittelmeer und Türkei Referat im Auswärtigen Amt, stv. RL |
| 1989 - 1992 | Botschaft Pretoria, Ständiger Vertreter |
| 1992 - 1997 | Auswärtiges Amt, Leiter des Ausländerrechts-und Schengenreferates |
| 1997 - 1999 | Auswärtiges Amt Leiter der Unterabteilung für Konsularfragen und stv. Leiter der Rechtsabteilung |
| 1999 - 2003 | Botschafter in Mexiko |
| 2003- 2006 | Botschafter in Ankara |
| seit 01.03.2006 | Botschafter in Madrid |